Steyr’s Tour de France Juli 2008

Alles was mit Travel zu tun hat
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biglärry
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Beitrag von biglärry »

Wir wurden von Rosch freundlich und herzlich empfangen . Rosch ist ein ehrlicher etwas ungehobelter Kerl mit einem weichen Kern , der gerne herumpoltert aber immer alles im Griff hat . (könnte fast mein Zwillingsbruder sein) . Ich mochte Rosch von Anfang an , wenn wir beide alleine sind führen wir ehrliche tiefgehende Gespräche , sind wir allerdings in Gesellschaft läuft es so , dass wir uns ständig gegenseitig verarschen . Das ist bei uns beiden eben so und das läuft gut .

Rosch ist so eine Art Stehaufmännchen . Morgends scheint irgendwer Ihn mit einer Kurbel aufzuziehn und dann dreht Er am Rad bis spät am Abend . Er ist immer und überall und ständig brüllt irgendwer Roooooooosch oder Paaaaaapaaaaa und immer kommt ein „ Jaaaa ich bin schon unterwegs“ zurück . Rosch’s erste Verarsche mir gegenüber war dass Er jedem auf dem CP der mich kannte , erzählte :“Yves aus Luxemburg ist heute angekommen , den wirst Du nicht mehr wiedererkennen so dünn ist der geworden , wie eine Bohnenstange“ . Dementsprechend waren natürlich die Gesichter jener die dem fetten Steyrmann dann früher oder später auf dem Platz begegnet sind . Ich rächte mich an Rosch indem ich jeden Morgen Punkt 7:45 vor dem Empfang stand um mein Baguette und die Croissants abzuholen . Rosch hasst es vor 8:00 Uhr am Morgen belästigt zu werden und das hatte Er mir verhängnissvollerweise schon am ersten Abend kundgetan .

Auf „la Magerie“ dem CP von Rosch ist es einfach , gemütlich , nicht übermässig sauber aber auch nicht schmutzig . Rosch meinte eines Abends dass Er auf dem CP eine Klientel hätte nach der sich so mancher CP-Besitzer die Finger lecken würden . Die meisten seiner Gäste sind Stammgäste die bei Abfahrt schon den Platz für nächste Saison buchen . Sie sehen zu dass ihr Umfeld immer so ist wie sie es haben möchten . Sie schätzen alle Rosch’s Einsatz und sein Bestreben es jedem Recht zu machen indem Masse dass sie über viele kleinen Dinge die nicht sooo perfekt sind hinwegschauen oder sie selbst aus der Welt schaffen . Ich kann mit Fug und Recht behaupten dass ich mich unter all den mir unbekannten Deutschen , Holländern , Franzosen , Engländern und Luxemburgern wie im Schosse der Familie gefühlt habe und das von erster Sekunde an .

Unser Stellplatz war am ersten Tag ein provisorischer , der uns dann aber so gut gefiel dass wir stehenblieben bis zur Abfahrt . Wir standen ein paar Meter von der Entsorgungsstelle entfernt und das war praktisch und mit keinen Unannehmlichkeiten verbunden . Bis zu dem Tag als so ein holländisches Männchen auftauchte der schon am Vortag voller Stolz von seiner von mir gehassten „SOG-Anlage“ erzählte die Ihm den Einsatz von Chemie (wie er überzeugt war) ersparen würde . Ich weiss nicht warum (in Wirklichkeit doch) aber mir war in dem Moment klar dass ich den holländischen Zwerg hassen würde und so kam es auch . Wir sassen vor dem Steyr und der Mistral streichelte sanft wie der Kuss einer blonden Elfe , unsere Backen . Plötzlich und unvermittelt fielen Rita und ich in eine tiefe Ohnmacht (in Wirklichkeit war das natürlich nicht so,sondern wir hätten uns dieses Kurzzeitkoma nur gewünscht denn dann hätten wir nichts mitbekommen) . Der Holländer entleerte sein Chemieklo in die Entsorgungsstation . Ehrlich , der Pesthauch des Todes wäre Süsskinds Parfum noch näher gekommen als das was uns da geruchstechnisch entgegenschlug . Ich hab schon Kanalgruben entleert , zugesetzte Kanalrohre geöffnet , fremde Toiletten geputzt die in einem erschreckenden Zustand waren usw. . Aber die Gerüche die einem aus chemischen Toiletten entgegenkommen in denen keine Chemie verarbeitet wird sind die schlimmsten und unerträglichsten die es in Sachen Geruch auf der Welt zu riechen gibt .

Da hat die Menscheit einen Meilenstein wie das Chemieklo erfunden und dann kommt so ein Trottel daher und meint mit Sauerstoffzufuhr die Campingklowelt aus den Angeln heben zu können . Niemals . Es muss von jemandem mal klar und deutlich ausgesprochen werden . SOG-Anlagen ohne Chemie sind für den ARSCH und das Betreiben solcher ist das Rücksichtsloseste was man einem Camperfreund und Nachbarn antun kann . Mag der eine es noch seine persönlichen Duftspuren zu beschnüffeln und findet das noch im Masse des erträglichen wächst dem anderen schon eine mentale Pestbeule wenn er nur den Namen SOG hört . Also bitte bitte nehmt Rücksicht auf eure Nachbarn und Gleichgesinnten und benutzt (es kann ja auch biologisch abbaubar sein) Chemie um das Chemieklo zu betreiben .

Alles was es auf dem Campinplatz an Infrastruktur gibt , vom Gästezimmer über Sanitäranlagen hin zu Strom , Wasseranschlüssen und Schwimmbad , alles wurde von Rosch geplant und von Ihm , seinem Sohn und ein paar Freunden aufgebaut . Nach Saisonschluss an Weihnachten beginnen die Arbeiten und zu Saisonbeginn ist alles meist fertiggestellt . Manchmal , wie beim Bau des schönen und idyllisch gelegenen Schwimmbads , ist Rosch zu Beginn der neuen Saison so fertig dass es Wochen braucht bis Er wieder einigermassen auf dem Damm ist . Fast jedes Jahr gibt es etwas Neues und es ist genau dieser Umstand den Ihm seine Stammgäste so hoch anrechnen und mit ihrem umsichtigen und respektvollen Umgang mit allem , auch belohnen . In dem schönen Schwimmbad habe ich Stunden verbracht und mich gefühlt , im wahrsten Sinne des Wortes , wie ein Fisch im Wasser .

Meist bin ich zu Zeiten ins Wasser wo ich komplett alleine war weil ich mich schäme meine fette Wampe dem Publikum zu zeigen . Einmal war ich während eines Gewitters im Wasser und unter heftigem Regen und Sturm . Das war das schönste das ich je erlebt hatte . Obwohl ich mir der Gefährlichkeit bewusst war wollte ich es einmal im Leben erlebt haben . Ich liess mich auf dem Rücken treiben und beobachtete die Blitze die links und rechts von mir in der Ferne auch mal einschlugen . Der Sturm drückte mich im Wasser manchmal hin und her und plötzlich setzte auch starker Regen ein . Es war herrlich und ich fühlte mich zum ersten Mal im Leben frei und unbeschwert vorallem aber sehr leicht . Im wirklichen Leben fürchte ich mich vor den Gewittern wie ein Hund und würde mich am liebsten verkriechen doch hier hatte ich das Gefühl unzerstörbar zu sein .

Auf dem CP gab es noch eine andere Besonderheit . Drei stinkende Campingköter von denen sich Gott sei Dank jener in uns verliebte der am wenigsten stank . Dolli war fortan unser Campinghund . Dolli war vor ein paar Jahren von deutschen Wanderern die auf dem Platz ihren Urlaub verbrachten als Welpe im Wald während ihrer Wanderung gefunden worden . Sie schafften es das verängstigte Tier anzulocken und nahmen es einfach mit . Als sie nach drei Wochen wieder nach Deutschland fuhren konnten sie Dolli aber leider nicht mitnehmen und so wurde Dolli Campinghund . Unter den Hunden , Stinker (ich wollte den nie beim Namen nennen weil er , nein , sie nur stank) Oskar und Dolli gab es eine Hierarchie . Stinkerin war für den Bereich „Empfang“ zuständig . Dort durfte ohne Einschränkung ihr alter Sohn Oskar sich bewegen , doch Dolli musste draussen bleiben . Stinkerin bewegte sich fast nicht auf dem Platz selbst , das war dann wieder Oskar’s und Dolli’s Reich . Dort war Dolli aber die Cheffin und wenn Oskar Dolli’s Grenzen überschratt dann gab es Prügel . Manchmal spielten Dolli und Oskar aber so lieb miteinander dass es reinste Unterhaltung war den beiden zuzuschaun .

Dolli war die fast perfekte Hündin mit schon fast menschlichen Zügen . Sie lag vom ersten Tag an unter dem schattenspendenden Steyr und wich fast nicht von unserer Seite . Bei uns konnte sie Hund bleiben , wir mögen keine dressierten Affen , bei uns braucht ein Hund nur ein paar Kommandos zu gehorchen die seiner und unserer Sicherheit dienen und gut ist . Komm , Geh und Platz , das reicht . Sonst braucht er nur Hund zu sein und vor sich hinzustinken . Wollte Dolli bei anderen Gästen mal einen Happen am Tisch mitbekommen musste sie Männchen machen oder sonst zur allgemeinen Belustigung ein Zirkuskunststückchen vorführen sonst gabs nichts . Bei uns herrschte tierische Gleichberechtigung und sie konnte sich jedesmal mitansetzen . (was bei unserem Hund zu Hause nicht erlaubt ist aber es waren ja Ferien und da gelten Regeln nichts) . Dolli musste schreckliches in ihrem ganz frühen Hundeleben mitgemacht haben .

Sie hasste Wasser bis zur völligen Panik . Ich bemerkte das schon als ich ihr am ersten Tag eine mit Wasser gefüllte Schale unter den Steyr stellte . Nur zögerlich wagte sie sich an das durststillende Nass heran . Manchmal machte sich jemand einen „Spass“ daraus Dolli mit dem Schlauch zu spritzen und Dolli schien dann jedesmal wie traumatisiert und war für Stunden total verängstigt und nicht mehr zu sehen . Was bei Dolli noch ganz ausgeprägt war , waren ihre mütterlichen Beschützerinstinkte . Schrie irgendwo ein Kind oder Baby schoss Dolli los und sah nach dem rechten . Einmal kamen Gäste an die ihr Auto für einen (etwas zu langen) Moment im Schatten parkten und das schlafende Kind im Auto liessen (wird mir ewig unverständlich bleiben) . Das Kleinkind wachte auf und fing natürlich weil es sich alleine wähnte an zu schreien . Dolli rannte sofort los und lief wie verrückt um den Wagen herum und bellte und jaulte solange bis ich mich beunruhigte und nach dem rechten sah . Inzwischen waren aber auch die Eltern des Kindes aufmerksam geworden und sie kamen zum Auto zurück . Dolli blieb dort sitzen beobachtete die Eltern und bellte sie dermassen an dass es mir vorkam als würde sie die Eltern des Kindes ob ihrem Fehlverhalten beschimpfen (na dann brauchte ich es nicht mehr zu tun) .

Eines Tage kam ein Mann den Weg herauf und rief von weitem in seiner englischen Landessprache ob er sich den Steyr ansehen könnte . Ich bejahte selbstverständlich und winkte ihn rüber . „Nein , das ginge nicht und er zeigte auf Dolli :“Oh I think she don’t like me“ rief er mir zu . Nein nein , das würde er sich nur einreden , Dolli wäre eine ganz Liebe und so kam er schliesslich zu uns . In dem Moment schoss Dolli unter dem Steyr hervor setzte sich vor den Engländer knurrte diesen an , fletschte die Zähne und meine in all den Jahren gesammelten Hundkenntnisse liessen in mir sämtliche Alarmglocken schlagen und ich hielt Dolli mit aller Kraft zurück . Sie konnte den langen bleichen Engländer tatsächlich nicht leiden und hätte ihn wohl gebissen , hätte ich sie nicht sehr hart am Kragen gepackt und ihr die Steyrgrenzen aufgezeigt . Sie gehorchte mir und liess ab vom Briten der sich , von Dolli bei jeder Bewegung beobachtet , im Steyr umsah und viele Fragen stellte .

Dolli ist ein sehr schöner Hund , hätte zu Hause nicht unser eigener Hund auf uns gewartet ich hätte alles drangesetzt Dolli mitnehmen zu können . Wenn ich sie mitfütterte wenn wir am Essen waren ass sie alles was ich ihr reichte , aber für einen Hund sehr untypisch nahm sie alles sehr bedacht und sanft entgegen und kaute alles langsam runter . Für ein Tier das man gemeinerhin als Schlinger bezeichnet war das schon recht ungewöhnlich . Was mir auf dem CP noch aufgefallen ist , sind die vielen Zelte . Hauptsächlich Holländer und Deutsche waren oft mit Zelten auf dem Platz . Von einem sehr alten Ehepaar wusste Rosch sogar zu erzählen dass die jahrelang mit Wohnwagen kamen und heute wieder mit Zelt anreisen , das bedingt dadurch weil der alte Herr sich nicht mehr so recht traute mit dem langen Gespann zu fahren doch auf seine Mobilität trotzdem nicht verzichten wollte und auf Campingurlaub schon gar nicht . Ich hätte nicht gedacht dass es noch so viel Zeltcamper gibt doch es begeisterte und beeindruckte mich zugleich . Die guten Zelte der neueren Generation bieten sehr viel Komfort und darin ist Camping eigentlich Camping in seiner reinsten Form .

Neben uns auf dem Platz stand das was Rita als den grösstmöglichsten Campergau bezeichnet . Ein nerviger Dauercamper der aber als Lebensmittelkontrolleur fast die ganze Zeit unterwegs war . Aber nur fast . An einem Wochenende war er zugegen und nervte den ganzen Tag . An sich ein junger netter Kerl aber seine Welt scheint nur aus Ihm selbst zu bestehen und so lebt er recht glücklich und einfach in den Tag ohne sich grosse Gedanken zu machen , so ein übliches Produkt unserer heutigen „ICHICHICH-Gesellschaft“ . Er hatte in seinem Wowa ein Fensehgerät das die ganze Breite des Wohnwagens einnahm und das lief von Morgens bis Abends und zwar so dass er es auch vor dem Wowa im Schatten sitzend hören und sehen konnte . Schaute er mal nicht fern Hustete , Rotzte er oder er drehte Zigaretten . Dies alles schienen seine Hobby’s zu sein und sein bescheidenes Leben komplett zu erfüllen denn er war stets frohen Mutes und immer gut gelaunt , was ihn mir dadurch dann aber auch wieder unheimlich sympathisch machte . Wir sprachen viel zusammen und hätte sein Aufenthalt noch länger gedauert ohne dass er hätte arbeiten müssen , hätte ich ihn bestimmt mal auf seine Geräuschkulisse angesprochen , weil er gehört zu jenen denen man manchmal eine zweite Alternative aufzeigen muss weil sie von selbst nicht draufkommen .

Unser erster grosser Wandertag begann am zweiten Tag unseres CP Aufenthaltes . Saskia , die Tochter Rosch’s , versorgte uns mit Geländekarten doch mahnte sie uns dass es relativ alte Karten sind . Rosch erklärte uns zusätzlich den Weg aber bei Rosch dem Scherzkecks muss man ständig auf der Hut sein weil seine Scherze einen durchaus auch mal in eine Jauchegrube führen könnten . Rosch ist auch mit 60 noch topfit und fährt Rennrad jedoch war Wandern nie sein Ding und so erklärte Er mir Wege die Er selbst noch nie gegangen ist . Aber ich hatte ja Rita , meine Kartenadjutantin und Die liegt niemals falsch (naja fast niemals) . An diesem Tag herrschten bei unserem Aufbruch 30 Grad Hitze . Nach ungefähr 3 Kilometern erreichten wir den Waldrand und bogen nach links in den Wald hinein . Da in der Drome alles irgendwie anders ist , sind es auch die Wälder der Drome . Kleingewachsene aber sehr alte und kräftige Bäume bilden den recht gesunden Mischwald der aber zum grössten Teil aus Eichen , Kiefern und Buchen bestand . Was ich noch sonst nirgends in der freien Natur gesehen hatte waren die vielen Buchsbäume die hier in der Wildniss überall zu finden waren und die bei uns nur als Sträucher und niedrige Hecken vorkommen . Hier heissen die Pflanzen nicht nur Buchsbaum sondern sie sind auch noch uralte und sehr kräftige Bäume . Faszinierend und für mich als Katholik hat diese Pflanze natürlich auch noch so eine spirituelle Note .

Symbolisiert sie doch die Palmzweige die geschwungen wurden als Jesus in Jerusalem auf einem Esel einritt . Die Buchsbaumsträucher (Palmzweige) die in der katholischen Kirche am Palmsonntag gesegnet werden , werden Aschermittwoch verbrannt und das Aschenkreuz das einem Katholiken auf die Stirn gezeichnet wird besteht eben aus der Asche dieser verbrannten Buchsbaumsträucher . Der eingeschlagene Waldweg läuft steil bergab und ist recht steinig . Das erste was mir bei so einem Weg meistens auffällt ist seine Steyr , Samurai oder Quadtauglichkeit und die war auf den ersten Blick gegeben obwohl es für Steyr recht eng werden würde . Unser Erstaunen war gross als wir unten im Tal ankamen und vor dem schönsten Bauernhaus standen das die Welt je gesehen hat . Der absolute Wahnsinn aber deutlich zu erkennen dass man die Finger davon wegzulassen hatte . Überall Kameras und hochangebrachte Sirenen mit Blinklichtern . Wie wir später erfuhren schien es einem schweizer Professor zu gehören der den Teilchenbeschleuniger in Cern mitaufgebaut hat und heute pensioniert ist . Im Moment gerade war das Haus unbewohnt und das schien uns ein Verbrechen zu sein . Wie konnte man sowas besitzen und es nicht nutzen , mir absolut unverständlich .

Nach ein paar der herrlichsten Postkartenfotos die wir je gemacht haben stiegen wir weiter den Weg hinab an einer mitten im Wald gelegenen (wohl vom reichen Schweizer anlegen gelassenen) Wiese , in der zwei stolze reinrassige Reitpferde vorwitzig zu uns rüberschauten , zum Bach hin den man schon von weitem rauschen hörte . Wie schade dass man auf den Fotos den Wahnsinnsduft der rundum uns herrschte nicht einfangen konnte . Der Geruch von Lavendel , harzigen Kiefern und allen möglichen Kräutern lag in der Luft und ich verspürte die Lust nur noch einzuatmen und diese frische Luft nie mehr herauszublasen . Aber ich sah in Gedanken schon meinen Kopf anschwellen und so begnügte ich mich mit der üblichen Schnappatmung eines zu dicken überanstrengten Wanderers . Das Rauschen des Baches allerdings bereitete mir schon vorab Sorgen .

So viel Lärm verhiess eine ziemlich hohe Fliessgeschwindigkeit und mit dieser Geschwindigkeit verbunden einen bedenklichen Wasserstand . Dies alles verbunden mit Pierettes Aussage dass es in diesem Jahr so viel geregnet hat in der Region wie seit 15 Jahren nicht mehr , liess mich an unserer Bachquerung im Voraus zweifeln . So , da standen wir nun vor dem Bach der eher ein Flüsschen war und ich brauchte gar nicht in Ritas Gesicht zu schauen um zu wissen was Sie gerade dachte . „Da geh ich nicht rüber“ kam es schon von rechts neben mir und das wären genau die Worte gewesen die ich gerade geraten hätte wäre ich von jemandem gefragt worden was Rita als nächstes von sich gibt . „Da hinten steht eine Bank , ich ruh mich mal ein wenig aus während dessen du eine Lösung findest „ , kam als nächstes und Sie verschwand rechts im Gebüsch .

„Das ist keine Bank“ , rief Rita kurz darauf , „das ist eine kleine Holzbrücke , aber glaub ja nicht dass ich da rüber gehe“ . Ich ging rüber nachdem ich die Schuhe wieder zugebunden hatte und war froh dass ich nicht barfuss durch den Fluss waten musste denn ich spürte schon förmlich die Tetanusspritze in meiner Hinterbacke weil ich in einen rostigen Stacheldraht getreten bin . Was jetzt kam war für mich auch nichts neues und es ist ungefähr mit der Situation zu vergleichen die mir vor Jahren einmal im Nachbardorf begegnet ist . Dort stand Morgends um 8 eine Reiterin mit ihrem Pferdchen vor einer Bahnschranke und redete dem Pferd , es dabei streichelnd , zu doch bitte den Bahndamm zu überqueren . Um 11 Uhr bin ich wieder vorbeigefahren und Pferd und Reiterin standen immer noch an der Bahnschranke , allerdings war etwas anders an der Situation als vorher um 8 . Diesmal weinte die Reiterin und es war deutlich zu erkennen dass nun das Pferd die Reiterin tröstete .

Genauso schlimm war es nicht Rita über die morsche Brücke zu bekommen aber es hatte doch schon was . In solchen Fällen kommt meine Körperfülle natürlich gerade recht denn wo ich rüberkomm ohne dass es kracht , hälts auch für Rita . Und so war es . Ich ging , mich auf meine Nordicwalkingstöcke stützend , breitbeinig über den Steg . In der Mitte war er total verfault , das musste nicht ausgetestet werden da genügte eine Blickprüfung aber die Seitenteile versprachen noch ausreichend Substanz um wie schon gesagt breitbeinig rüberzuschreiten . Ich war drüben natürlich nicht ohne meine üblichen Ooooooooppsichstürzabscherzchen zu machen um die Situation ein wenig aufzulockern . Und wie immer hasste Rita mich für diese Scherzchen und nun musste ich diesen leichten Anflug von Hass nur noch in genügend positive Energie umwandeln um Sie rüberzulotsen . Sie stützte sich erst auf meinen Stöcken ab und dann auf den letzten Metern auf meinen Händen während ich vor Ihr rückwärts zurückjonglierte . Wir hatten es geschafft und Ritas Gesicht war vor lauter Aufregung rot angelaufen und Ihr Herz raste . Mir bleibt diese Angst und Trittunsicherheit ein ewiges Rätsel doch auf der anderen Seite haben wir mit gutem Zureden und viel Psychologie noch jede solcher Hürden geschafft und Rita heil rauf , rüber und runter bekommen . Sogar damals in Obergurgl als wir dramatischerweise einen leichten Wanderweg mit einem hochalpinen Wanderweg verwechselt hatten . Das damals vorsorglich eingepackte kurz vorher gekaufte Kletterseil rettete uns wahrscheinlich das Leben , ich weiss bis heute noch nicht warum ich am Morgen vor der Wanderung plötzlich das unbändige Gefühl verspürte unbedingt ein Seil kaufen und mitnehmen zu müssen , aber genau das sind die kleinen unerklärlichen Alltagswunder die einem manchmal so begegnen . Damals hatten wir ja auch noch die beiden Kinder dabei .

Wir kamen auf eine frischgemähte Wiese die ein wenig nach sauren Kräutern roch und machten eine kleine Esspause . Wir sassen unterhalb des kleinen Bergdorfs Autichamp das ähnlich einer Burg auf dem Felsen trohnt und wenn ich ehrlich sein soll , zwar sehr schön anzuschaun ist , aber nicht unbedingt einladend wirkt , sondern eher das Gefühl vermittelt „bleibt ja weg“ . Und so blieben wir auch und gingen weiter rechts rum so wie es die Geländekarte mitsamt eingezeichnetem Wanderweg vorschlug . Unvermittelt standen wir vor ein riesen Lache frischer Gülle die den ganzen Weg einsaute und ungefähr 10 Zentimeter tief war . Auch hier war wieder Trippelkunst angesagt denn ein Fehler hätte , ähnlich einem Gau in einem Atomkraftwerk , für uns verheerende Folgen gehabt . Wieder ein Hinderniss weniger doch das war erst das zweite das wir an dem Tag bewältigen mussten und das dritte folgte ihm auf dem Fuss .

Mechanischer Lärm ähnlich drehender Turbinen stieg mir plötzlich zu Ohren und das wiederum konnte ohne es genau zu sehen alles sein . Ein arbeitender Mähdrescher oder eine irgendetwas befördernde Turbine oder ähnliches . Je näher wir dem Lärm kamen um so mehr konnte ich den Mähdrescher ausschliessen , denn hatten wir vor einer halben Stunde noch die ganze Duftpallette der Drome in der Nase , kam uns jetzt ein unerträglicher Geruch von irgendetwas in die Nase was vielleicht mit „Geruch von Scheisse“ gerecht beschrieben wäre , so als hätte es den Lavendel und was auch immer für einen guten Duft nie gegeben . Wir standen vor einer riesigen recht flachgehaltenen Halle aus der uns der Lärm von dutzenden Lüftungsventilatoren entgegenschlug und der schon beschriebene Duft . Verdammt , eine Schweinezucht , das quiken der Schweine war nun auch trotz des Ventilatorenlärms zu hören . Das Wort „standen“ wurde gerade für kurze Zeit aus unserem Wortschatz verbannt und wir taten genau das Gegenteil , wir rannten so schnell wir konnten und versuchten nur zu atmen wenn es unbedingt notwendig wurde .

Der Mistral blies Gott sei Dank günstig und als wir in Richtung Wald einbogen waren , war der Geruch verschwunden obwohl der Lärm noch zu hören war und das Gebäude noch zu sehen . Kurz vor dem Wald mussten wir das Flüsschen nocheinmal überqueren aber diesmal standen wir vor einer wunderschönen , romantisch gelegenen und frisch renovierten Römerbrücke . Welch Gegensätze auf diesem ungefähr drei kilometerlangen Stück das wir gerade hinter uns gebracht hatten . Laut Plan ging es über die Brücke und dann wieder den Berg hinauf . Der Weg rauf war fast der gleiche wie der runter , mit dem Unterschied dass es doch noch manchmal nach Schweinescheisse roch , der Wald nicht mehr so dicht bewachsen war so dass uns die Sonne gnadenlos auf den Pelz knallte und es eine Tatsache bleibt dass es bei Hitze schwerer ist raufzuklettern als runter . Ich beobachtete Rita ständig und forderte Sie mehrmals auf zu trinken obwohl sie nicht immer wollte .

Das ist der Vorteil eines Paares das 26 Jahre miteinander verheiratet ist und sich gegenseitig besser kennt als man sich selbst . Ich wusste wie Ritas Körper bei dieser Hitze und Anstrengung reagieren würde und wollte dem von Anfang an entgegen wirken . Je höher wir kamen umso schlechter ging es Rita und wir legten alle paar hundert Meter eine kurze Pause ein . Zudem wurde der Weg immer schmaler und verwachsener und es war klar zu erkennen dass hier lange niemand mehr gewandert war und dass es tatsächlich in diesem Jahr schon so viel geregnet hatte . Die Natur war hier regelrecht explodiert und die Pflanzen schienen gerade auf Vorrat wachsen zu wollen . Wir konnten nur noch hintereinander gehen und bei einer Marschpause konnte sich Rita nichtmal mehr hinsetzen da es nur noch einen sehr schmalen Trampelpfad gab der nur die Vorwärtsbewegung zuliess sonst nichts . Jetzt kam der Moment der mich an die Tour de France vor Jahren erinnert als Udo Bölts Jan Ullrich anschrie „Quäl dich du Sau“ und so versuchte ich allerdings mit Engelszungen Rita dazu zu bewegen nicht aufzugeben und ihr Mut zuzusprechen . Rita war total am Ende und ich bekam Angst Sie würde mir jeden Moment zusammenklappen und könnte nicht mehr weiter .

Auf dem Trampelpfad ging plötzlich ein Pfad rechts ab der meiner Meinung nach , rein instinktiv , hätte eingeschlagen werden müssen , jedoch sah dieser noch unbenutzter und zugewachsener aus als der auf dem wir uns gerade bewegten . Der Weg war auch auf der Karte nicht eingezeichnet und so wollte ich , Ritas Zustand berücksichtigend , keine weiteren Experimente machen . Ich wollte Rita nur noch raus aus dem Scheisswald in Sicherheit bringen . Rita hatte kurze Zeit nach der Abzweigung nichtmal mehr die Kraft die Karte zu lesen zudem wurde es Ihr jetzt auch noch zunehmend schwindeliger . Da ich die Karte vorher nicht mitgelesen hatte , hatte ich natürlich nullpeilung wo wir uns gerade befanden doch das beunruhigte mich nicht sooo sehr . Ich habe einen guten Orientierungssinn und den gepaart mit Ritas Kartenlesekunst macht uns meist unschlagbar . Ich wusste dass wir demnächst den Wald verlassen mussten . Beim Abstieg hatte es ja auf einer bestimmten Höhe am Anfang des Weges überall Buchsbaum gegeben und dann aber auf einmal nicht mehr .

Nun war der Buchsbaum wieder präsent und so schloss ich dass wir uns etwa auf der gleichen Höhe befanden auf dem mir auch beim Abstieg der Buchsbaum gewahr wurde und das war ja ganz am Anfang . So kam es auch , das Aufstiegsdrama auf dem schmalen Pfad war unvermittelt zu Ende und wir befanden uns auf der komplett gegenüberliegen Seite am Rande des Waldes vor einem riesigen Kornfeld . Hier waren entlang des Randes der als Weg diente und noch leicht anstieg um das Kornfeld herum auch wieder Wanderspuren zu sehen aber dieser Teil des Weges war nicht mehr so steil . Wir ruhten uns lange am Rande des Waldes im Schatten und dem sehnlichst erwarteten Lufthauch aus und Rita erholte sich so langsam blieb aber weiterhin recht nervös , aber auch diesen Zustand kannte ich und ob der ganzen Aufregung beim Aufstieg war das bei Ihr normal . Wir mussten nachdem wir uns ausgeruht hatten in sengender Hitze das komplette Feld umwandern und das war absolut nervig weil andauernd Ähren abbrachen die einem dann in den Wanderschuh gerieten und jedesmal einen stechenden Schmerz auslösten und dieselbe Prozedur heraufbeschwor . Hinsetzen , Schuhe ausziehn inklusive Strümpfe das ganze reinigen und diese kleinen spitzen Dinger rausfummeln . Das wiederholte sich solange und so oft bis wir das Kornfeld hinter uns gelassen hatten .

Erst kamen wir an einer Wiese mit Schafen vorbei die uns ungläubig nachschauten , dann begegneten wir einem Pferd das mit einem Esel auf der Weide stand und uns ebenso ungläubig anschaute um dann von Panik ergriffen vor uns zu flüchten sich jedoch immer wieder neugierig umdrehte weil Pferdchen es nicht fassen konnte endlich mal anderen Menschen zu begegnen wie die , denen sie täglich auf dem Hof begegneten . Dieser Hof war wie wir später erfuhren etwas ganz besonderes . Er war ein kleiner abgesplitterter Besitz der Abtei Cluny aus dem Burgund , von dem im Mittelalter sehr einflussreichen religiösen Zentrums der katholischen Kirche , von dem bedeutende Klosterreformen ausgingen . Wieso die soweit weg vom Hauptkloster einen solchen Hof betrieben konnte mir allerdings niemand erklären . Auf dem Hof selbst arbeiteten zwei junge Bauern und luden gerade einen Hänger mit Heu ab . Auch sie schauten erstaunt zu uns rüber und waren äuserst Misstrauisch aber ich entschärfte die Situation indem ich meinen Hut lüpfte und ihnen mit einem lautgerufenen „Bon Jour“ zuwinkte . Das wurde zugleich erwiedert und sie wunken zurück .

Nun kamen aber auch schon bellend die beiden Hunde gelaufen die uns schon einige Zeit aus der Entfernung still beobachteten . Es war schon eine recht bedrohliche Situation denn auf die lauten Rufe ihrer Meister reagierten die Hunde , ein Boxer und ein Schäferhund mit keinem Zucken . Ich nahm mal vorsichtshalber wieder den Strohhut vom Kopf denn aus Erfahrung weiss ich dass Tiere Kopfbedeckungen hassen und dass diese auf sie noch bedrohlicher wirken . Ich redete den Hunden freundlich aber bestimmt zu und aus den beiden wilden Kerlen die eben noch Beute witterten wurden die üblichen französischen Streichelhunde . Rita musste sich noch einmal niedersetzen und spielte mit den Hunden rum während ich zu den beiden Bauern ging um nachzufragen ob meine Vermutung richtig wäre dass da unten rechts „La Roche sur Grane“ liegen müsste . Und so war es auch und die Bauern liessen uns wissen dass es knapp 6 Kilometer wären die wir noch zu begehen hätten um auf der Magerie anzukommen .

Es ging die ganze Zeit Bergab und es erstaunte mich doch dass wir so viel höher gestiegen waren als wir uns am Anfang der Wanderung befanden , so war auch die Erschöpfung von Rita zu erklären denn der Aufstieg war gut doppelt so lang als der Abgang . Nach einer guten Stunde kamen wir recht gut erholt auf dem CP an und der erste Gang ging zur Dusche hin . Wie sollte es anders sein , am Abend nach einem üppigen Essen sassen wir im Schatten vor dem Steyr und liessen die Wanderung in unseren Köpfen Revue passieren . Ich war stolz auf meine 50 Jährige dass Sie es mal wieder geschafft hatte und ein paarmal unterwegs über sich selbst hinausgewachsen war um ihre Hürden zu packen . Bei der nächsten Wanderung schlug ich jedoch vor sich Rat bei jemandem zu holen der den Weg schonmal selbst gewandert war denn Roschs Angaben zu Wander oder Fahrstrecken waren mir doch ein wenig zu optimistisch , wie sich später noch öfters herausstellen sollte .
Zuletzt geändert von biglärry am Fr 08 Aug, 2008 22:40, insgesamt 2-mal geändert.
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Roger
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Beitrag von Roger »

Wat kann en dann do nach soen, super fir ze liesen, super fir ze lachen!
Bravo
Den Rosch
awer den vun Schieren aus dem Keiwee
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Karsten
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Beitrag von Karsten »

Das nimmt ja kein Ende ;)
Da mich gerade eine Erkältung niederstreckt, hab ich nun Zeit ...
Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.
Johann Wolfgang von Goethe

Wenn es ganz still wird, beginnen die Dinge zu sprechen.
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Beitrag von biglärry »

Roger hat geschrieben:Wat kann en dann do nach soen, super fir ze liesen, super fir ze lachen!
Bravo
Den Rosch
awer den vun Schieren aus dem Keiwee
Salut Rosch aus dem Kéiwee .
Schéin mol nach éngem Lëtzebuerger hei ze begéinen .
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Beitrag von Karsten »

Das muß belohnt werden. Dafür gibts einen Titel ;)
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Beitrag von Karsten »

So, den ersten Teil habe ich nun gelesen :)
Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.
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Beitrag von biglärry »

Vielen Dank für meinen neuen Titel , der kann wenigstens nicht zweimal vergeben werden . :D :yes!:
Aber nun stehe ich total unter Druck , was ist wenn ich eine Schreibblockade bekomme , mir die Hand breche , mir all die Erlebnisse ausgehn , der Steyr kaputt geht , mir gar der Himmel auf den Kopf fällt ??
:prost!:
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Beitrag von Karsten »

Dann fällt uns sicher ein neuer Titel ein. Du solltest aber nicht so schwarz malen .... ;)
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Flash
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Beitrag von Flash »

ja ja... sportliche Extremsituationen in den Ferien kenn ich... :wink:

Essen und Trinken ist beim Wandern sehr sehr sehr sehr sehr wichtig... Wenn das stimmt, kommen auch Untrainierte sehr weit. Stimmts nicht, hauts auch den Megasportler innert Kürze um.
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Und wenn die Augen sagen, hier ist Schluss, dann spürt der Fahrer, dass es dennoch weitergeht.
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Reiner_Mohr
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Beitrag von Reiner_Mohr »

Toller Bericht. Danke!
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