Jeep auf den Spuren der Völkerwanderung
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Re: Jeep auf den Spuren der Völkerwanderung
15.-21.12.2008: Chita - Jakutsk
XXL-Etappe mit Hindernissen
Kurz nach der Abfahrt aus Ulan-Ude wurden die Aussenbedingungen noch viel härter als in der Mongolei: Mit Temperaturen bis minus 52 Grad waren Menschen, Maschinen und Material extrem beansprucht. Noch dazu waren wir auf der 2.650-Kilometer-Etappe von Ulan-Ude nach Jakutsk unterwegs, die wir nonstop zurücklegen wollten. Eine Belastung, die schon bald deutlich spürbar wurde. Völlig unverhofft entstanden innerhalb von ca. 200 Kilometern an den während des Fahrzeugumbaus extra gegen die Originaldifferenziale ausgetauschten Spezial-Hinterachsdifferenzialen (aus dem freien Zubehörhandel) beider Autos ein Schaden, der eine sofortige Weiterfahrt unmöglich machte.
Das Problematische an diesen beiden folgenschweren Ausfällen: Zuerst ist ein unüberhörbarer Schaden am F2 aufgetreten. Nach einer Harakiri-Bergungsaktion bei über -50° Celsius und Action, die in die Sendung "tollkühne Männer ohne Nerven" gepasst hätte, sowie einem Transport in eine Werkstatt der nächsten Siedlung (rund 120 Kilometer entfernten - Aldan), konnte dort der Schaden diagnostiziert und Ersatzteile aus Deutschland bestellt werden. Von dem Industriewerk aus ging gute 24 Stunden später für den F2 und sein Fahrerteam die Reise nach Jakutsk per Truck und Sattelauflieger weiter. Aber nur hundert Kilometer nach Fortsetzung der Fahrt trat am vorfahrenden F1 ein identischer Schaden auf. Dieses Mal mit noch dramatischeren unvorhersehbaren Konsequenzen, denn Matthias entschied, den ohnehin schon nicht mehr fahrbereiten F2 samt Trailer und allen Teammitgliedern die Reise nach Jakutsk, wo 24 Stunden später die erforderlichen Ersatzteile ankommen sollten, fortsetzen zu lassen. Er selbst verbrachte die Nacht am F1 und ließ sich in einer 10 Stunden-Aktion mit dem jetzt havarierten F1 zurück in die Werkstatt nach Aldan schleppen, um möglichst schnell Klarheit über den entstandenen Schaden zu gewinnen. Die Organisation weiterer dringend erforderlicher Ersatzteile, die aus Deutschland mit gebracht werden sollten, ist unter höchstem Zeitdruck geschehen.
Währenddessen hat das Team, das mittlerweile seit drei Tagen und Nächten unterwegs war, die Reise nach Jakutsk fortgesetzt, fand sich aber auch hier unvermittelt vor einer neuen Hürde: Vor der Einfahrt in die Stadt von Jakutsk muss die Lena überquert werden. Das Unglaubliche: Es gibt für diese große Stadt wirklich keine einzige Brücke! Auch nicht vor oder hinter der Stadt. Man muss zwangsläufig über den Fluss. Im Sommer gehen Fähren, im Winter friert er zu. Aber eben im Augenblick nur bis zu einer bestimmten Traglast, die wir weit überschritten haben. Also mussten unser Trailer und der Jeep auf einen kleineren Laster umgeladen werden. Und wieder Organisierei am Telefon: Wer macht’s? Woher kommt der Kran? Was kostet der Laster? Können überhaupt Jeep und Trailer umgeladen werden? Was passiert, wenn Matthias mit dem F1 ebenfalls Huckepack einen Tag nach uns an exakt dieser Stelle ankommt? Was heisst das alles für unseren Zeitplan? Die Liste der Fragen war schier grenzenlos!
An dieser Stelle möchten wir einmal allen Helfern für ihren Einsatz während dieser problematischen Fünftages-Etappe danken! Es ist unglaublich, wie viele Menschen sich mit ungeheurer Intensität von Ulan-Ude, Jakutsk, Aldan und Deutschland aus bemüht haben, über die gesamte Zeit dieser von unvorhergesehenen Schwierigkeiten geprägten Strecke Lösungen zu finden und hilfreich mitzuwirken.
Insgesamt hat das gesamte Team rund fünf Tage durchgearbeitet und kaum geschlafen. Matthias ist wenige Stunden nach uns per Spezial-Minibus in Jakutsk eingetroffen. Von einem Hotel in der Innenstadt konnten wir danach in den vergangenen zwei Tagen viele Dinge regeln: die Entgegennahme der von Extrem Events extra beschafften Ersatzteile, die anstehenden Reparaturen am F2, Aufnahmen von der Stadt für das Buch des Ullmann-Verlags und die Filmdokumentation der Expedition, Reisevorbereitungen für alle Teammitglieder und vor allem Vorbereitungen für die Fortsetzung der Expedition im Januar in Richtung Beringstraße mit dem nächsten Team. Aufgrund der aktuellen Situation und der hervorragenden Infrastruktur in Jakutsk – eine gute Werkstatt mit dem sehr kompetenten und extrem hilfsbereiten Chef Serafim, ein internationaler Flughafen, die Möglichkeit, in der Großstadt schnell fehlende Dinge zu beschaffen, umfangreiche Film- und Fotogelegenheiten sowie Behörden, die erforderliche Durchfahrtsgenehmigungen für die Fahrt nach Chokotka ausstellen können – hat Matthias die Entscheidung getroffen, beide Fahrzeuge vorgezogen in Jakutsk und nicht wie zunächst geplant in Magadan für Chokotka und die Beringstraßenüberfahrung vorzubereiten. Darüber hinaus wird auch der Teamwechsel von Magadan nach Jakutsk verlegt. Nachdem die Rückflüge aller Teammitglieder nach Deutschland geregelt waren, ist Matthias heute Abend per Spezial-Minibus nach Aldan zurück gefahren, um dort den F1 zu reparieren. Wenn auch dieses Expeditionsgespann Mitte der Woche auf eigenen Rädern und aus eigener Kraft in Jakutsk eingetroffen ist, hat Matthias mit der Verlagerung der erforderlichen Arbeiten und aller organisatorischen Belange von Magadan nach Jakutsk für einen guten, sicheren und warmen Standort für beide Gespanne gesorgt und eine hervorragende Ausgangsbasis für die Weiterführung der Expedition im Januar geschaffen.
XXL-Etappe mit Hindernissen
Kurz nach der Abfahrt aus Ulan-Ude wurden die Aussenbedingungen noch viel härter als in der Mongolei: Mit Temperaturen bis minus 52 Grad waren Menschen, Maschinen und Material extrem beansprucht. Noch dazu waren wir auf der 2.650-Kilometer-Etappe von Ulan-Ude nach Jakutsk unterwegs, die wir nonstop zurücklegen wollten. Eine Belastung, die schon bald deutlich spürbar wurde. Völlig unverhofft entstanden innerhalb von ca. 200 Kilometern an den während des Fahrzeugumbaus extra gegen die Originaldifferenziale ausgetauschten Spezial-Hinterachsdifferenzialen (aus dem freien Zubehörhandel) beider Autos ein Schaden, der eine sofortige Weiterfahrt unmöglich machte.
Das Problematische an diesen beiden folgenschweren Ausfällen: Zuerst ist ein unüberhörbarer Schaden am F2 aufgetreten. Nach einer Harakiri-Bergungsaktion bei über -50° Celsius und Action, die in die Sendung "tollkühne Männer ohne Nerven" gepasst hätte, sowie einem Transport in eine Werkstatt der nächsten Siedlung (rund 120 Kilometer entfernten - Aldan), konnte dort der Schaden diagnostiziert und Ersatzteile aus Deutschland bestellt werden. Von dem Industriewerk aus ging gute 24 Stunden später für den F2 und sein Fahrerteam die Reise nach Jakutsk per Truck und Sattelauflieger weiter. Aber nur hundert Kilometer nach Fortsetzung der Fahrt trat am vorfahrenden F1 ein identischer Schaden auf. Dieses Mal mit noch dramatischeren unvorhersehbaren Konsequenzen, denn Matthias entschied, den ohnehin schon nicht mehr fahrbereiten F2 samt Trailer und allen Teammitgliedern die Reise nach Jakutsk, wo 24 Stunden später die erforderlichen Ersatzteile ankommen sollten, fortsetzen zu lassen. Er selbst verbrachte die Nacht am F1 und ließ sich in einer 10 Stunden-Aktion mit dem jetzt havarierten F1 zurück in die Werkstatt nach Aldan schleppen, um möglichst schnell Klarheit über den entstandenen Schaden zu gewinnen. Die Organisation weiterer dringend erforderlicher Ersatzteile, die aus Deutschland mit gebracht werden sollten, ist unter höchstem Zeitdruck geschehen.
Währenddessen hat das Team, das mittlerweile seit drei Tagen und Nächten unterwegs war, die Reise nach Jakutsk fortgesetzt, fand sich aber auch hier unvermittelt vor einer neuen Hürde: Vor der Einfahrt in die Stadt von Jakutsk muss die Lena überquert werden. Das Unglaubliche: Es gibt für diese große Stadt wirklich keine einzige Brücke! Auch nicht vor oder hinter der Stadt. Man muss zwangsläufig über den Fluss. Im Sommer gehen Fähren, im Winter friert er zu. Aber eben im Augenblick nur bis zu einer bestimmten Traglast, die wir weit überschritten haben. Also mussten unser Trailer und der Jeep auf einen kleineren Laster umgeladen werden. Und wieder Organisierei am Telefon: Wer macht’s? Woher kommt der Kran? Was kostet der Laster? Können überhaupt Jeep und Trailer umgeladen werden? Was passiert, wenn Matthias mit dem F1 ebenfalls Huckepack einen Tag nach uns an exakt dieser Stelle ankommt? Was heisst das alles für unseren Zeitplan? Die Liste der Fragen war schier grenzenlos!
An dieser Stelle möchten wir einmal allen Helfern für ihren Einsatz während dieser problematischen Fünftages-Etappe danken! Es ist unglaublich, wie viele Menschen sich mit ungeheurer Intensität von Ulan-Ude, Jakutsk, Aldan und Deutschland aus bemüht haben, über die gesamte Zeit dieser von unvorhergesehenen Schwierigkeiten geprägten Strecke Lösungen zu finden und hilfreich mitzuwirken.
Insgesamt hat das gesamte Team rund fünf Tage durchgearbeitet und kaum geschlafen. Matthias ist wenige Stunden nach uns per Spezial-Minibus in Jakutsk eingetroffen. Von einem Hotel in der Innenstadt konnten wir danach in den vergangenen zwei Tagen viele Dinge regeln: die Entgegennahme der von Extrem Events extra beschafften Ersatzteile, die anstehenden Reparaturen am F2, Aufnahmen von der Stadt für das Buch des Ullmann-Verlags und die Filmdokumentation der Expedition, Reisevorbereitungen für alle Teammitglieder und vor allem Vorbereitungen für die Fortsetzung der Expedition im Januar in Richtung Beringstraße mit dem nächsten Team. Aufgrund der aktuellen Situation und der hervorragenden Infrastruktur in Jakutsk – eine gute Werkstatt mit dem sehr kompetenten und extrem hilfsbereiten Chef Serafim, ein internationaler Flughafen, die Möglichkeit, in der Großstadt schnell fehlende Dinge zu beschaffen, umfangreiche Film- und Fotogelegenheiten sowie Behörden, die erforderliche Durchfahrtsgenehmigungen für die Fahrt nach Chokotka ausstellen können – hat Matthias die Entscheidung getroffen, beide Fahrzeuge vorgezogen in Jakutsk und nicht wie zunächst geplant in Magadan für Chokotka und die Beringstraßenüberfahrung vorzubereiten. Darüber hinaus wird auch der Teamwechsel von Magadan nach Jakutsk verlegt. Nachdem die Rückflüge aller Teammitglieder nach Deutschland geregelt waren, ist Matthias heute Abend per Spezial-Minibus nach Aldan zurück gefahren, um dort den F1 zu reparieren. Wenn auch dieses Expeditionsgespann Mitte der Woche auf eigenen Rädern und aus eigener Kraft in Jakutsk eingetroffen ist, hat Matthias mit der Verlagerung der erforderlichen Arbeiten und aller organisatorischen Belange von Magadan nach Jakutsk für einen guten, sicheren und warmen Standort für beide Gespanne gesorgt und eine hervorragende Ausgangsbasis für die Weiterführung der Expedition im Januar geschaffen.
Gruß,
Jan
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Jede Begegnung, die unsere Seele berührt, hinterlässt eine Spur, die nie ganz verweht.
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Jan
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blueranger
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Re: Jeep auf den Spuren der Völkerwanderung
Ist so´n Jeep auf nem Laster eigentlich leichter als ohne Laster ..?im Winter friert er zu. Aber eben im Augenblick nur bis zu einer bestimmten Traglast, die wir weit überschritten haben. Also mussten unser Trailer und der Jeep auf einen kleineren Laster umgeladen werden.
Oder gilt das vielleicht nur für fahruntüchtige Jeeps ..?
Gruß BlueRanger
- BlueGerbil
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Re: Jeep auf den Spuren der Völkerwanderung
Wie baue ich an Weihnachten aus Langeweile ein Hinterachs-Differential?
Am 24. Dezember befand ich mich noch in Aldan, um das Expeditionsfahrzeug F1 zu reparieren und dieses dann mit Anhänger MJ46 nach Jakutsk zu fahren - was schlussendlich auch klappte (Ankunft 25.12, 01:00 Uhr). Die Reparatur an sich gestaltete sich jedoch extrem schwierig und ich benötigte gemeinsam mit meinem russischen Begleiter Dima zwei Tage und Nächte, da uns zu unserer großen Enttäuschung vom Zubehörhandel die falschen Kegel/Tellerradsätze geliefert wurden. Weil in Russland alles möglich ist, haben wir uns das Differential schlussendlich aus zwei falschen Differentialsätzen und mit der Unterstützung einiger Helfer in Aldan selbst gebaut.
Wie? Man nehme ein zu dickes Tellerrad, zerstöre es zu Testzwecken und drehe das Zweite dann mit Drehmaschinen, die gigantische Ausmaße haben, auf Maß ab. Dazu baue man diese Maschinen in stundenlanger Arbeit natürlich erst um, nachdem man die Produktion von Industrieteilen zuvor mit Hilfe eines verständnisvollen Direktors gestoppt hat. Um sich diese riesigen Maschinen nutzbar zu machen, stelle man vorher mit Hilfe eines nicht mehr benötigten Kettensatzes einer Raupe das geeignete Haltewerkzeug selbst her (diese Anleitung auf Anfrage
). Genauso verfahre man mit den Kegelradwellen, nachdem man das benötigte Maß vorher in unzähligen Ein-/Ausbauversuchen ohne Messwerkzeug ermittelt hat. Dann benötigt man idealerweise einige alte Schrauben mit speziellem Zollgewinde, die man mit Hilfe einer Feile und ähnlich eines Geduldspiels zu Gewindeschneidwerkzeugen umbaut, um neue Gewinde in das Tellerrad zu schneiden.
Dann lasse man sich von einem begnadeten, alten russischen Mechaniker noch drei 0,2mm Distanzscheiben von Hand dengeln und mixe diese mit anderen Scheiben aus den falschen Umbausätzen. Man benötigt nun eigentlich nur noch einige Stunden geduldige Einstellversuche, die händische Anfertigung eines Abziehers sowie eines speziellen Stemmwerzeuges und selbst hergestellte, dicke Unterlegscheiben (auf der schon erwähnten gigantischen Drehmaschine) und schon wird aus gar nix ein Differential, welches man sonst nur für viel Geld in den USA kaufen kann.
Um die ganze Sache abzurunden, empfiehlt es sich, wenn die Müdigkeit und Kälte in den großen Hallen übermächtig wird, die Gastfreundschaft von Helfern anzunehmen, hunderte von Telefon-Euros für Informationen auszugeben und sich natürlich nicht zu ärgern.
Nachdem ich dann am 24.12. nachts gemeinsam mit Dima, der mich irgendwie wach hielt, um fahren zu können, in Jakutsk angekommen bin, flog ich 3 Stunden später am 25.12. in aller Herrgottsfrühe zu Gesprächen und um restliche Dinge zu erledigen nach Magadan. Evgeny ist über Habarowsk ebenfalls dorthin gereist.
Das restliche Team, welches mich bis hierher begleitet hat, ist schon am 24.12. mit einer der letzten Maschinen ausgeflogen und ist über kurz oder lang sicher in Deutschland eingetroffen.
An diese Stelle nochmals einen ganz herzlichen Dank an das super Team, welches Evgeny und mich ab Moskau begleitet hat:
Astrid, Joachim, Marco, Hendrik: Ihr ward spitze! Es hat mir viel Spaß gemacht, mit euch zu reisen. Danke für alle Unterstützung und das gemeinsame, im Grunde nie vergangene Lachen.
Das neue Team wird am 15.01.09 in Jakutsk eintreffen und auf die Reise durch Chukotka zur Beringstraße gehen.
Zu guter Letzt danke ich von hier aus allen für die Unterstützung auf der ersten Expeditionsetappe über rund 22.000 km von Paris nach Jakutsk und wünsche allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Am 24. Dezember befand ich mich noch in Aldan, um das Expeditionsfahrzeug F1 zu reparieren und dieses dann mit Anhänger MJ46 nach Jakutsk zu fahren - was schlussendlich auch klappte (Ankunft 25.12, 01:00 Uhr). Die Reparatur an sich gestaltete sich jedoch extrem schwierig und ich benötigte gemeinsam mit meinem russischen Begleiter Dima zwei Tage und Nächte, da uns zu unserer großen Enttäuschung vom Zubehörhandel die falschen Kegel/Tellerradsätze geliefert wurden. Weil in Russland alles möglich ist, haben wir uns das Differential schlussendlich aus zwei falschen Differentialsätzen und mit der Unterstützung einiger Helfer in Aldan selbst gebaut.
Wie? Man nehme ein zu dickes Tellerrad, zerstöre es zu Testzwecken und drehe das Zweite dann mit Drehmaschinen, die gigantische Ausmaße haben, auf Maß ab. Dazu baue man diese Maschinen in stundenlanger Arbeit natürlich erst um, nachdem man die Produktion von Industrieteilen zuvor mit Hilfe eines verständnisvollen Direktors gestoppt hat. Um sich diese riesigen Maschinen nutzbar zu machen, stelle man vorher mit Hilfe eines nicht mehr benötigten Kettensatzes einer Raupe das geeignete Haltewerkzeug selbst her (diese Anleitung auf Anfrage
Dann lasse man sich von einem begnadeten, alten russischen Mechaniker noch drei 0,2mm Distanzscheiben von Hand dengeln und mixe diese mit anderen Scheiben aus den falschen Umbausätzen. Man benötigt nun eigentlich nur noch einige Stunden geduldige Einstellversuche, die händische Anfertigung eines Abziehers sowie eines speziellen Stemmwerzeuges und selbst hergestellte, dicke Unterlegscheiben (auf der schon erwähnten gigantischen Drehmaschine) und schon wird aus gar nix ein Differential, welches man sonst nur für viel Geld in den USA kaufen kann.
Um die ganze Sache abzurunden, empfiehlt es sich, wenn die Müdigkeit und Kälte in den großen Hallen übermächtig wird, die Gastfreundschaft von Helfern anzunehmen, hunderte von Telefon-Euros für Informationen auszugeben und sich natürlich nicht zu ärgern.
Nachdem ich dann am 24.12. nachts gemeinsam mit Dima, der mich irgendwie wach hielt, um fahren zu können, in Jakutsk angekommen bin, flog ich 3 Stunden später am 25.12. in aller Herrgottsfrühe zu Gesprächen und um restliche Dinge zu erledigen nach Magadan. Evgeny ist über Habarowsk ebenfalls dorthin gereist.
Das restliche Team, welches mich bis hierher begleitet hat, ist schon am 24.12. mit einer der letzten Maschinen ausgeflogen und ist über kurz oder lang sicher in Deutschland eingetroffen.
An diese Stelle nochmals einen ganz herzlichen Dank an das super Team, welches Evgeny und mich ab Moskau begleitet hat:
Astrid, Joachim, Marco, Hendrik: Ihr ward spitze! Es hat mir viel Spaß gemacht, mit euch zu reisen. Danke für alle Unterstützung und das gemeinsame, im Grunde nie vergangene Lachen.
Das neue Team wird am 15.01.09 in Jakutsk eintreffen und auf die Reise durch Chukotka zur Beringstraße gehen.
Zu guter Letzt danke ich von hier aus allen für die Unterstützung auf der ersten Expeditionsetappe über rund 22.000 km von Paris nach Jakutsk und wünsche allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Gruß,
Jan
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Jan
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Re: Jeep auf den Spuren der Völkerwanderung
Zweiter Teil der Expedition
Im Moment befindet sich das Team noch in Deutschland. Der Abflugtermin ist der 23.01.2009. Für die Vorbereitung der Rückkehr nach Russland und den bevorstehenden schwierigsten Teil des ganzen Projektes, benötigte das Team etwas mehr Zeit in Deutschland und wird daher heute nach Jakutsk aufbrechen.
Die Zeit wurde auch genutzt um zwei weitere Kurzfilme - siehe http://www.pny2009.com/cms/front_conten ... 658&lang=1" onclick="window.open(this.href);return false; - zu erstellen. Die Film-Clips decken nun die gesamte bisher befahrene Strecke ab.
Da die Kommunikationsmöglichkeiten ab jetzt viel geringer werden, hat das Team nun einen Satelliten-Messenger dabei, mit dessen Hilfe immer der aktuelle Standort und somit die gefahrene Route online nachvollzogen werden kann. Die Karte befindet sich hier: http://www.pny2009.com/cms/front_conten ... 706&lang=1" onclick="window.open(this.href);return false;
Im Moment befindet sich das Team noch in Deutschland. Der Abflugtermin ist der 23.01.2009. Für die Vorbereitung der Rückkehr nach Russland und den bevorstehenden schwierigsten Teil des ganzen Projektes, benötigte das Team etwas mehr Zeit in Deutschland und wird daher heute nach Jakutsk aufbrechen.
Die Zeit wurde auch genutzt um zwei weitere Kurzfilme - siehe http://www.pny2009.com/cms/front_conten ... 658&lang=1" onclick="window.open(this.href);return false; - zu erstellen. Die Film-Clips decken nun die gesamte bisher befahrene Strecke ab.
Da die Kommunikationsmöglichkeiten ab jetzt viel geringer werden, hat das Team nun einen Satelliten-Messenger dabei, mit dessen Hilfe immer der aktuelle Standort und somit die gefahrene Route online nachvollzogen werden kann. Die Karte befindet sich hier: http://www.pny2009.com/cms/front_conten ... 706&lang=1" onclick="window.open(this.href);return false;
Gruß,
Jan
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Jan
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Re: Jeep auf den Spuren der Völkerwanderung
23-25.01.2009: Back on track
Es war ein sehr holpriger Start. Hoffen wir, dass es dazu dient alles Schlechte am Anfang abzufackeln.
Erst mussten wir in Frankfurt am Main doch fast 1500€ Übergepäck für unser Equipment zahlen, was eigentlich nicht der Fall sein sollte, dann bekam ich das erste Mal Probleme mit einer russischen Behörde, die unsere Expedition ansonsten absolut vorbildlich unterstützen, als mir auf dem Flughafen Domodedovo die Notsignalpistolen nebst Munition beschlagnahmt wurden, weil laut Behördenaussage ein Dokument nicht vorlag.
Kurz bevor unser Weiterflug weg gewesen wäre, ließ man mich - zwar ohne Notsignalequipment - aber wenigstens gehen. Zusammen mit Marco rannten wir dann mit 240 kg Gepäck, 2 Gepäckwagen, 3 Mitarbeitern einer der in meinen Augen unfreundlichsten Fluglinie weltweit - S7 - und 2 Polizisten durch Flure, Gänge, Sicherheitskontrollen und über einen speziellen Zugang bis an den Laderaum des Flugzeuges, wo vier weitere Helfer warteten um unsere 17 schweren Gepäckstücke auf Geheiß der Polizei noch in letzter Sekunde einzuladen. Anschließend traten Marco und ich ins Flugzeug und sofort wurde die Tür geschlossen/abgehoben.
Angekommen in Novosibirsk ging es nach 16 Stunden Warten auf dem Flughafen erstmal mit einem handfesten Streit mit den nächsten Mitarbeitern der S7 weiter, die uns nochmals um über 1000€ erleichterten und sich aufführten wie beim Balzen. Wieder ging es knappst ins Flugzeug, diesmal sogar mit einem eigenen Bus für Marco und mich. Es war echt zum ko*** mit der S7.
Erst 42 Stunden nach unserem Abflug wurde es in Jakutsk wieder nett. Serafim hatte unsere Ankunft gut vorbereitet. Wir wurden abgeholt und schon um 6 Uhr wurde die Werkstatt für uns geöffnet, damit wir das ganze Equipment unterstellen konnten. Jetzt geht es schnell ins Hotel und dann legen wir mit dem Umbau/Vorbereitung der Fahrzeuge für die härteste Etappe los. Dafür habe ich 4-5 Tage geplant.
Ulrich, unser Fotograf, soll am 28ten, Konstantin aus Moskau am 29ten, Kaspar aus Zürich am 30ten eintreffen. Evgeny wollen wir dann am 02.02. im tausend Kilometer entfernten Ustnera treffen, wo er aus Magadan direkt hinkommt...
Gruß,
Jan
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Re: Jeep auf den Spuren der Völkerwanderung
26.01.2009: Umbau/Vorbereitung der Fahrzeuge
Unsere Aufgabe nun ist die maximale Gewichtsreduzierung und die Vorbereitung bzw. der Umbau auf eine der sicherlich anspruchsvollsten Offroad-Strecken überhaupt mit noch nie bewältigten Abschnitten.
Alles, wirklich alles, prüfen wir auf echten Gebrauch oder nicht. Wenn nicht, wird es verkauft oder an Bedürftige verschenkt. Dazu gehören Kleidungsstücke genauso, wie überschüssiges Eqipment. Wir nehmen nur mit, was wir unbedingt brauchen.
Unsere Dachboxen haben - wir wie von Anfang an vorgesehen - jetzt demontiet. Sie werden nach Fairbanks geschickt, wo wir sie wieder montieren. Dies ist notwendig, da unser Notausstieg in der Beringsee bei den Fahrzeugen über die herausnehmbaren vorderen Dachhälften der Wrangler erfolgt. Den vorderen Tank werden wir in Uelen den Menschen, die dort leben überlassen.
Außerdem haben wir heute einen von zwei Unterflurtanks ausgetauscht, die wir uns aufgerissen hatten, begonnen die Satellitenkommunikation und Navigationsmittel aufzustocken (Laptop, Fax, GPS, Kompass, Notsignal, Notfunk, etc.), die Uni Alaska auszurichten, unseren Tracker in Betrieb genommen, begonnen den ersten Anhänger aus der Froststarre zu befreien, Elektrik am F2 instand gesetzt und einen Simmering am F1 erneuert.
Unsere Aufgabe nun ist die maximale Gewichtsreduzierung und die Vorbereitung bzw. der Umbau auf eine der sicherlich anspruchsvollsten Offroad-Strecken überhaupt mit noch nie bewältigten Abschnitten.
Alles, wirklich alles, prüfen wir auf echten Gebrauch oder nicht. Wenn nicht, wird es verkauft oder an Bedürftige verschenkt. Dazu gehören Kleidungsstücke genauso, wie überschüssiges Eqipment. Wir nehmen nur mit, was wir unbedingt brauchen.
Unsere Dachboxen haben - wir wie von Anfang an vorgesehen - jetzt demontiet. Sie werden nach Fairbanks geschickt, wo wir sie wieder montieren. Dies ist notwendig, da unser Notausstieg in der Beringsee bei den Fahrzeugen über die herausnehmbaren vorderen Dachhälften der Wrangler erfolgt. Den vorderen Tank werden wir in Uelen den Menschen, die dort leben überlassen.
Außerdem haben wir heute einen von zwei Unterflurtanks ausgetauscht, die wir uns aufgerissen hatten, begonnen die Satellitenkommunikation und Navigationsmittel aufzustocken (Laptop, Fax, GPS, Kompass, Notsignal, Notfunk, etc.), die Uni Alaska auszurichten, unseren Tracker in Betrieb genommen, begonnen den ersten Anhänger aus der Froststarre zu befreien, Elektrik am F2 instand gesetzt und einen Simmering am F1 erneuert.
Gruß,
Jan
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Jan
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Re: Jeep auf den Spuren der Völkerwanderung
Hi,
da bleibt einem die Spuke weg. Super Autos! Super Bilder! Einfach eine super Leistung. Respekt!!!

da bleibt einem die Spuke weg. Super Autos! Super Bilder! Einfach eine super Leistung. Respekt!!!
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- BlueGerbil
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Re: Jeep auf den Spuren der Völkerwanderung
27.01.2009: Strip my trailer
„Ja muss ich mich denn nur ärgern?“ dachte ich, als mir das einfache Hotel "Sesaria“ (Name so ausgeschrieben, wie ich es hier in Russland ausspreche) plötzlich das Doppelte an Geld abnehmen wollte als bisher. Ich hasse so was. Vor unserer Abreise waren wir im Polarstar Hotel sehr gut untergebracht. Alles war ok. Jetzt haben wir uns für eine einfache Unterkunft entschieden.
Wenn der Preis stimmt kann man über dreckige Zimmer, Gestank im Bad, auf Putz verlegte Abwasserrohre, undichte Badewannen, lauwarmes Wasser, keine Zimmerreinigung, keine Handtücher, verschmierte Wände, kaputte Schränke, keine Bettdecken, freche Mitarbeiter, runter fallende Verkleidungen, sich durch Leckagen selbst flutende Badezimmer, etc. hinwegsehen. Aber wenn der Preis dann plötzlich um 100% steigt, bei gleichzeitiger Exklusion des Frühstücks regt sich der Matze echt auf!
Ok, soweit ein bisschen Frust, weiter geht’s mit den Umbaumaßnahmen. Wir arbeiten mit vier Mechanikern plus Marco und mir parallel an beiden Wagen und den Trailern. Heute war z.B. mein Trailer dran. "Strip my Trailer" war das Schlagwort nachdem die Spezialanhänger bis hierhin alle Härten vollständig klaglos hingenommen und einen super Job gemacht hatten.
Jetzt begannen wir, alles was nicht irgendwie unentbehrlich war zu demontiert, abzuflexen, umzuschweißen etc. Die Auflösung der extra so konzipierten Anhänger hat begonnen. Eine schweinische Angelegenheit wenn alles Eis aus den letzten Ritzen taut und dich nachdem es flüssig über den ganzen dreckigen Anhänger gelaufen ist, von oben bis unten einnässt - weil, du musst ja darunter liegen, denn eine Bühne gibt es nicht. Nach und nach werden wir diese immer weiter zerlegen bis nichts mehr als der Rahmen da ist. Da sollten wir in Uelen angekommen sein. Die Bilder vorher/nachher werdet ihr in ein zwei Tagen sehen. Außerdem begannen wir mit dem Einbau der Webasto Standheizungen, tauschten den zweiten Tank, ersetzten die bisherigen LKW-Anhängerkupplungen gegen die neuen Spezial-"nato"-Anhängerkupplungen von Rockinger für extremes Gelände fahren und montierten die dritte Winde an den Fahrzeugen.
Ziemlich müde fielen wir um 24 Uhr in die Kojen. Um 5 Uhr müssen wir wieder raus um Ulrich, unseren Fotografen, am Flughafen abzuholen.
„Ja muss ich mich denn nur ärgern?“ dachte ich, als mir das einfache Hotel "Sesaria“ (Name so ausgeschrieben, wie ich es hier in Russland ausspreche) plötzlich das Doppelte an Geld abnehmen wollte als bisher. Ich hasse so was. Vor unserer Abreise waren wir im Polarstar Hotel sehr gut untergebracht. Alles war ok. Jetzt haben wir uns für eine einfache Unterkunft entschieden.
Wenn der Preis stimmt kann man über dreckige Zimmer, Gestank im Bad, auf Putz verlegte Abwasserrohre, undichte Badewannen, lauwarmes Wasser, keine Zimmerreinigung, keine Handtücher, verschmierte Wände, kaputte Schränke, keine Bettdecken, freche Mitarbeiter, runter fallende Verkleidungen, sich durch Leckagen selbst flutende Badezimmer, etc. hinwegsehen. Aber wenn der Preis dann plötzlich um 100% steigt, bei gleichzeitiger Exklusion des Frühstücks regt sich der Matze echt auf!
Ok, soweit ein bisschen Frust, weiter geht’s mit den Umbaumaßnahmen. Wir arbeiten mit vier Mechanikern plus Marco und mir parallel an beiden Wagen und den Trailern. Heute war z.B. mein Trailer dran. "Strip my Trailer" war das Schlagwort nachdem die Spezialanhänger bis hierhin alle Härten vollständig klaglos hingenommen und einen super Job gemacht hatten.
Jetzt begannen wir, alles was nicht irgendwie unentbehrlich war zu demontiert, abzuflexen, umzuschweißen etc. Die Auflösung der extra so konzipierten Anhänger hat begonnen. Eine schweinische Angelegenheit wenn alles Eis aus den letzten Ritzen taut und dich nachdem es flüssig über den ganzen dreckigen Anhänger gelaufen ist, von oben bis unten einnässt - weil, du musst ja darunter liegen, denn eine Bühne gibt es nicht. Nach und nach werden wir diese immer weiter zerlegen bis nichts mehr als der Rahmen da ist. Da sollten wir in Uelen angekommen sein. Die Bilder vorher/nachher werdet ihr in ein zwei Tagen sehen. Außerdem begannen wir mit dem Einbau der Webasto Standheizungen, tauschten den zweiten Tank, ersetzten die bisherigen LKW-Anhängerkupplungen gegen die neuen Spezial-"nato"-Anhängerkupplungen von Rockinger für extremes Gelände fahren und montierten die dritte Winde an den Fahrzeugen.
Ziemlich müde fielen wir um 24 Uhr in die Kojen. Um 5 Uhr müssen wir wieder raus um Ulrich, unseren Fotografen, am Flughafen abzuholen.
Gruß,
Jan
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Jan
[color=#40BF80][b]The Grey[/b][/color] - crawling even the most extreme mall parking lots!
Jede Begegnung, die unsere Seele berührt, hinterlässt eine Spur, die nie ganz verweht.
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- BlueGerbil
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- Registriert: Mo 27 Dez, 2004 16:11
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Re: Jeep auf den Spuren der Völkerwanderung
28.01.-01.02.2009:
Es war einiges los an Arbeit, Organisation und Eintreffen/Wegbleiben von Teammitgliedern bei uns in den vergangenen drei Tagen.
Früh morgens am 28ten holte ich Ulrich Kaifer, unseren Fotografen, der problemlos nach Jakutsk eingeflogen war, am Flughafen ab. Nun waren wir also zu dritt und haben uns voll dem erwähnten Umbau der Fahrzeuge gewidmet.
Super war, dass wir an diesem Tag auch alte Bekannte in Jakutsk wiedertreffen konnten: Thomas Beil und Uwe Lay. Thomas hatte bei mir vor einiger Zeit ein Motorrad gekauft und war mit seinem Freund auf dem Weg nach Oimijakon. Beide transportieren für uns Matarial nach Jakutsk und nach Hause und unterstützten uns organisatorisch. Wir danken beiden herzlich für ihre Hilfe.
Am 29ten traf dann Konstantin Savva ein. Unser 2tes russisches Teammitglied kam aus Moskau und kümmerte sich sofort um die Sondergenehmigungen. Wir waren zu viert.
Am 30ten traf nach einigen Verspätungen und Flugumlegungen Kaspar Mettler bei uns ein. Kaspar wurde nach 48 Stunden Flug direkt noch für 12 Stunden in die Werkstattarbeiten eingebunden. Er machte seine Sache perfekt und hielt stark durch. Wir waren fünf.
Nun warteten wir nur noch auf die Meldung von Evgeny, der uns mitteilen sollte wann er in dem von uns 1000 km entfernten Ustnera eintrefen wird. Dort wollten wir auf ihn treffen und gemeinsam weiterfahren. Leider kam es anders. Evgenie teilte uns vor zwei Tagen mit, dass er noch für 10-14 Tage wegen geschäftlicher Notwendigkeit in Magadan bleiben müsse. Das war so natürlich nicht geplant. Nun fehlte uns ein Fahrer und wir mussten die eingeteilten Teams ändern. Jetzt fährt Kasper vollverantwortlich den F2 mit Marco an Bord, während ich im F1 mit Konstantin und Ulrich fahre.
Heute nun, am 01.02.2009, nach der tollen Hilfe von Serafim und seiner Mannschaft - Artyom, Valarie, Dima, Micha, Sonja und Dima starten wir Richtung Belibina.



Es war einiges los an Arbeit, Organisation und Eintreffen/Wegbleiben von Teammitgliedern bei uns in den vergangenen drei Tagen.
Früh morgens am 28ten holte ich Ulrich Kaifer, unseren Fotografen, der problemlos nach Jakutsk eingeflogen war, am Flughafen ab. Nun waren wir also zu dritt und haben uns voll dem erwähnten Umbau der Fahrzeuge gewidmet.
Super war, dass wir an diesem Tag auch alte Bekannte in Jakutsk wiedertreffen konnten: Thomas Beil und Uwe Lay. Thomas hatte bei mir vor einiger Zeit ein Motorrad gekauft und war mit seinem Freund auf dem Weg nach Oimijakon. Beide transportieren für uns Matarial nach Jakutsk und nach Hause und unterstützten uns organisatorisch. Wir danken beiden herzlich für ihre Hilfe.
Am 29ten traf dann Konstantin Savva ein. Unser 2tes russisches Teammitglied kam aus Moskau und kümmerte sich sofort um die Sondergenehmigungen. Wir waren zu viert.
Am 30ten traf nach einigen Verspätungen und Flugumlegungen Kaspar Mettler bei uns ein. Kaspar wurde nach 48 Stunden Flug direkt noch für 12 Stunden in die Werkstattarbeiten eingebunden. Er machte seine Sache perfekt und hielt stark durch. Wir waren fünf.
Nun warteten wir nur noch auf die Meldung von Evgeny, der uns mitteilen sollte wann er in dem von uns 1000 km entfernten Ustnera eintrefen wird. Dort wollten wir auf ihn treffen und gemeinsam weiterfahren. Leider kam es anders. Evgenie teilte uns vor zwei Tagen mit, dass er noch für 10-14 Tage wegen geschäftlicher Notwendigkeit in Magadan bleiben müsse. Das war so natürlich nicht geplant. Nun fehlte uns ein Fahrer und wir mussten die eingeteilten Teams ändern. Jetzt fährt Kasper vollverantwortlich den F2 mit Marco an Bord, während ich im F1 mit Konstantin und Ulrich fahre.
Heute nun, am 01.02.2009, nach der tollen Hilfe von Serafim und seiner Mannschaft - Artyom, Valarie, Dima, Micha, Sonja und Dima starten wir Richtung Belibina.



Gruß,
Jan
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Jede Begegnung, die unsere Seele berührt, hinterlässt eine Spur, die nie ganz verweht.
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Jan
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Jede Begegnung, die unsere Seele berührt, hinterlässt eine Spur, die nie ganz verweht.
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Re: Jeep auf den Spuren der Völkerwanderung
01-03.02.2009:
Ich frage mich manchmal, ob man gewisse Vorgänge einfach als normal oder als gefügt bezeichnen kann. Z.B. Kaspar Mettler. Wenige Tage vor meiner Abreise meldet sich Kaspar und möchte die härtesten Etappen der Expedition noch mitmachen. Wir machten es möglich und nahmen ihn mit.
Nur 2-3 Tage später erreicht mich die Nachricht, dass Evgeny nicht - oder erst viel später - zu uns kommen wird. Evtl. werden wir ihn in Pevek treffen. Mit Evgeny fiel ein erfahrener Offroad-Fahrer und vor allem der Fahrer des zweiten Expeditionsfahrzeuges aus. Weder Marco noch Konstantin, - eingeschränkt vielleicht Ulrich - können die Gespanne über tausende von Kilometern durch hartes Gelände fahren. Kaspar kann es. Schon nach wenigen Tagen ist klar: Wir haben mit Kaspar einen ideal passenden Kameraden für unser Team erhalten. Er ist ein versierter, umsichtiger und zuverlässiger Fahrer und Teamplayer mit viel Erfahrung. Es passt absolut perfekt. Wir sind dankbar dafür. Überhaupt haben wir aktuell wieder ein super Team. Uli, Marco, Konstantin - alles top Profis was Zusammenarbeit, Fairness und Miteinander angeht. Uli immer mit Humor, Marco mit bayrischer Lockerheit und Konstantin mit russischer Gelassenheit.
Seit gestern 16 Uhr sind wir wieder auf dem Weg und Jakutien will uns anscheinend die gleichen Herausforderungen stellen wie im Dezember bei der Ankunft. Die Region sorgt mit bis zu -52 Grad dafür, dass alles schwer fällt.
Zum ersten Mal trafen wir heute auf ein Phänomen, das jeder Fahrer hier fürchtet: Nalid Ice.
Was ist es; wie entsteht es; bzw. welche Gefahr birgt es?
In der Regel entsteht es wenn ein Fluss aufgrund kältester Temperaturen vollständig bis auf den Grund zufriert. Dann kann das anströmende Wasser nicht mehr unter dem Eis fließen und sucht sich Wege dazwischen und darüber. Es entstehen zum Teil meterhohe Wasserblasen. Das überströmende Wasser gefriert nicht gleich und ist nicht tragfähig. Fahrzeuge die es befahren, brechen in das Eis ein und frieren - wenn sie nicht schnell genug geborgen werden können - gnadenlos fest. So mancher Wagen/LKW wartet Wochen und Monate auf die Bergung. Wir trafen am Fluss Setorym auf Nalid Ice, welches jedoch nur 10/15 cm aufbrach. Wir konnten also passieren.
Mittlerweile sind wir in Ustnera eingetroffen. Nach fast genau 42 Stunden Non-Stopp-Fahrt. Wir sind nun alle seit rund 53 Stunden wach (sieht man mal von drei je rund einstündigen Schlafstopps in der Einsamkeit Jakutiens ab) und haben noch den heutigen Tag vor uns um die Fahrzeuge für die nächste Etappe zu präparieren, die uns auf dem Fluss Kolyma nach Syrianka führen wird.
Die Menschen in Ustnera warnten uns schon vor, dass es durch die tiefen Temperaturen viel Nalid Ice geben wird. Zudem herrschte vor zwei Tagen ein Sturm, der alles mit Schnee zuwehte - Sche***




Ich frage mich manchmal, ob man gewisse Vorgänge einfach als normal oder als gefügt bezeichnen kann. Z.B. Kaspar Mettler. Wenige Tage vor meiner Abreise meldet sich Kaspar und möchte die härtesten Etappen der Expedition noch mitmachen. Wir machten es möglich und nahmen ihn mit.
Nur 2-3 Tage später erreicht mich die Nachricht, dass Evgeny nicht - oder erst viel später - zu uns kommen wird. Evtl. werden wir ihn in Pevek treffen. Mit Evgeny fiel ein erfahrener Offroad-Fahrer und vor allem der Fahrer des zweiten Expeditionsfahrzeuges aus. Weder Marco noch Konstantin, - eingeschränkt vielleicht Ulrich - können die Gespanne über tausende von Kilometern durch hartes Gelände fahren. Kaspar kann es. Schon nach wenigen Tagen ist klar: Wir haben mit Kaspar einen ideal passenden Kameraden für unser Team erhalten. Er ist ein versierter, umsichtiger und zuverlässiger Fahrer und Teamplayer mit viel Erfahrung. Es passt absolut perfekt. Wir sind dankbar dafür. Überhaupt haben wir aktuell wieder ein super Team. Uli, Marco, Konstantin - alles top Profis was Zusammenarbeit, Fairness und Miteinander angeht. Uli immer mit Humor, Marco mit bayrischer Lockerheit und Konstantin mit russischer Gelassenheit.
Seit gestern 16 Uhr sind wir wieder auf dem Weg und Jakutien will uns anscheinend die gleichen Herausforderungen stellen wie im Dezember bei der Ankunft. Die Region sorgt mit bis zu -52 Grad dafür, dass alles schwer fällt.
Zum ersten Mal trafen wir heute auf ein Phänomen, das jeder Fahrer hier fürchtet: Nalid Ice.
Was ist es; wie entsteht es; bzw. welche Gefahr birgt es?
In der Regel entsteht es wenn ein Fluss aufgrund kältester Temperaturen vollständig bis auf den Grund zufriert. Dann kann das anströmende Wasser nicht mehr unter dem Eis fließen und sucht sich Wege dazwischen und darüber. Es entstehen zum Teil meterhohe Wasserblasen. Das überströmende Wasser gefriert nicht gleich und ist nicht tragfähig. Fahrzeuge die es befahren, brechen in das Eis ein und frieren - wenn sie nicht schnell genug geborgen werden können - gnadenlos fest. So mancher Wagen/LKW wartet Wochen und Monate auf die Bergung. Wir trafen am Fluss Setorym auf Nalid Ice, welches jedoch nur 10/15 cm aufbrach. Wir konnten also passieren.
Mittlerweile sind wir in Ustnera eingetroffen. Nach fast genau 42 Stunden Non-Stopp-Fahrt. Wir sind nun alle seit rund 53 Stunden wach (sieht man mal von drei je rund einstündigen Schlafstopps in der Einsamkeit Jakutiens ab) und haben noch den heutigen Tag vor uns um die Fahrzeuge für die nächste Etappe zu präparieren, die uns auf dem Fluss Kolyma nach Syrianka führen wird.
Die Menschen in Ustnera warnten uns schon vor, dass es durch die tiefen Temperaturen viel Nalid Ice geben wird. Zudem herrschte vor zwei Tagen ein Sturm, der alles mit Schnee zuwehte - Sche***




Gruß,
Jan
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Jede Begegnung, die unsere Seele berührt, hinterlässt eine Spur, die nie ganz verweht.
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Jan
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Jede Begegnung, die unsere Seele berührt, hinterlässt eine Spur, die nie ganz verweht.
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