Moin Peter:
weder wollte ich stänkern, noch singe ich Protest Lieder.
Statt dessen wollte ich nur die Frage beantwortet haben, wie du die Ersatzteilversorgung in den Griff bekommen willst.
Nun Teile die man kaum benötigt, hast ja ordentlich vorrätig!
Erklärt sich aber eigentlich von selbst: was nicht kaputt geht, bleibt übrig.
Da du mir keine Sankey Teile mehr anbieten magst (was ich zwar einerseits bedauere, andererseits aber auch nicht nachfragte) möchte ich den neuen Sankey Besitzern hier eine kleine Aufstellung der nicht oder nur als völlig überteuert angebotene Verschleißteile ans Herz legen:
Gummi-Metall-Buchsen in der Blattfeder (die Schraube ist mit der Innerei zusammengewachsen, ist bekannt vom Panhardstab im LR). Abhilfe: durchsägen, nur dann ist die Buchse zu ersetzen (die Serie Buchsen sind Ar***teuer und zu lang)
Sicherungsblech zwischen den Nutmuttern in der Radnabe: zumeist sind die Fahnen nicht oder nur noch unzureichend vorhanden.
Abhilfe: unser Sicherungsblech DIN 5406- MB9 (funzt, gehört dort aber eigentlich nicht hin)
daher sind manchmal die beiden Kegelrollenlager zu eng angestellt worden
Die Lager sind Standard Ware aber leider wirklich teuer. Das hat nichts mit Oldtimer Zuschlag zu tun. Große Lager>> hoher Preis
Lagerbezeichnung:
Außenring: Timken 354-X
Innenring: Timken 359-S
hinter dem inneren Lager ist eine Anlaufscheibe verbaut:
bei entsprechend großer Unwucht (die Räder sind nicht ausgewuchtet) lag der angenommene Lastfall Punktlast am Innenring nicht vor, also hat dieser eine Eigendynamik auf dem Achszapfen entwickelt und sich munter in dieser Anlaufscheibe verewigt. Da ist dann jemand mit einer Drehmaschine gefragt, der durch stirnseitiges Stechen aus 2mm dickem Blech neue Scheiben herstellen kann
Und nun kommt's:
hinter dieser Anlaufscheibe sitzt ein Radialnabendichtring!
Dieser wird immer gern, bei unsachgemäßem Zusammenbau völlig demoliert!
Einfach mal nachschauen!
Bezeichnung: GACO IN 22090
Hilft in diesem Falle aber nicht weiter, weil es dieses Teil einfach nicht mehr geben will!!!
von der Lederdichtung ganz zu schweigen....
Weiteres Ungemach bereiten manchmal die Befestigungen der Bremszylinder: die in dem Alu-Gehäuse eingegossenen Schrauben reißen einfach ab!
Auch dieses Girling Teil (ähnlich verbaut in der Serie III an der Feststellbremse) wird schon lange nicht mehr hergestellt!
Der Gummifaltenbalg an der Zugstange der Bremse zur Nabe ist meistens völlig bröselig. Auch dieser Wiederbeschaffungsversuch kann kläglich scheitern.
Die Lagerung des Bremsausgleichshebels an der Achse kann ausgeschlagen sein (Mangels Schmierung) und die Wirkung desselben daher eher fragwürdig. Fällt dann bei der Prüfung der Bremse richtig dumm auf. (also erst nach Ablauf der Umkehrbeweislast)
es gibt noch viele weitere Punkte die ich aufzählen könnte, aber das sprengt hier den Rahmen und meine Geduld an der Maschine.
Meine Erfahrung mit diesem Unikum:
er ist ein Old-Timer und entsprechend vorher auf Herz und Nieren zu prüfen!
Dabei wird der ein oder andere evtl. Unzulänglichkeiten feststellen, die es gilt zu beheben.
Wenn nakatanenga auf gezielte Nachfrage dann reagieren kann: chapeau!!!
Meine bisherigen Erfahrungen (nicht mit o.g. Firma!) sind allerdings eher negativ.
Tschüß
Kurt
P.S.: alle o.g. Angaben beziehen sich auf den short track Sankey!!!!!
der wide track steht mir noch bevor...