Moin,
Dein Santana-SJ ist ein SJ Samurai (müßte auch auf dem Armaturenbrett stehen). Der Samurai wurde ab 1988 gebaut, anfangs mit 60 PS und U-Kat, ab 1990 dann mit 69 PS und G-Kat - diese Maschine dürfte Deinem entsprechen, wenn dieser zwischen 1990 und 1996 gebaut wurde. Nach '96 gab es die Euro-2-Einstufung und 70 PS. Ab Mitte '92 stoppte der Import der japanischen Samurais zugunsten der spanischen Santanas, die man auch an der geänderten Fahrgestellnummer erkennt: Ein JSASJ70... (wie meiner

) wurde in Japan produziert, Dein VSESJ70... kommt aus Spanien. An den ersten drei Buchstaben erkennt man den Hersteller, das in beiden Fällen folgende "SJ70" deutet schon darauf hin, daß es sich um denselben Typ handelt.
Leider ist die Übereinstimmung nicht hundertprozentig: Ein paar wenige Teile wurden bei Santana geändert, dazu gehören m.W. die Bremsen - bei Ersatzteilbestellungen ist darauf also zu achten, die spanischen Teile können manchmal etwas teurer sein.
Die Evolution der SJ's begann 1983 mit dem SJ410 (4 Zylinder, 1.0 Liter Hubraum - daher die Bezeichung). Mit Kat-losen 45 PS wurde er bis 1987 gebaut, ab 1985 wurde der Nachfolger SJ413 mit 64 PS angeboten, nach wie vor ohne Kat. In der Übergangszeit 1987 bekam er die U-Kat-Maschine des Samurai, der den SJ413 ein Jahr später ablöste. Von seinem Vorgänger unterscheidet sich der Samurai im Wesentlichen durch eine bereitere Spur, weichere Vorderachsfedern und ein geändertes Armaturenbrett.
Ohne weitere Veränderungen am Fahrwerk passen maximal 225/75R15 in die Radkästen, in Verbindung mit den Serienfelgen kann es aber beim Einlenken knapp werden - ich hatte diese Größe seinerzeit auf einem SJ413, allerdings mit anderen Felgen, da paßte es. Alternativ sind 215/75R15 m.W. von Suzuki direkt freigegeben. Wenn es nur um die Optik geht: 255/60R15 machen sich optisch ganz gut, bringen einen nur im Gelände nicht weiter - und unter die Serienverbreiterungen passen die auch nicht mehr.
Ich hoffe, erstmal geholfen zu haben...
Gruß
Derk