Samurai SJ ????

Vom LJ 80 bis zum Grand Vitara
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Benny74
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Samurai SJ ????

Beitrag von Benny74 »

Hallo,

ich hab mich heute einen Samurai SJ in schwarz als Fahrzeug für meine Frau entschieden. Im Brief steht als Hersteller Santana (kommt also aus Spanien) und Typ Suzuki SJ. Mit welchen SJ kann man dieses Fahrzeug vergleichen. Bei den Suzukis hab ich leider keine Überblick (LJ, SJ, SJ410, SJ413 oder Samurai)??? Wo sind denn die Unterschiede bei den Modellen. Unser Samurai hat 51KW ,1298ccm und ist offen.
Mal eine andere Frage: Eingetragen sind 205/70R15 die auch montiert sind. Ebenfalls 195SR15. Die Zweihunderter sind montiert. Welche Reifengröße bekommt man den auf der org. Felge noch montiert bzw. eingetragen. Möchte gerne mehr Bodenfreiheit haben und bessere Optik :D .

Hoffe auf einige Antworten. Wie gesagt, bin ein Suzukineuling .

Gruß Benny
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Stoppelhopser
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Beitrag von Stoppelhopser »

Moin,

Dein Santana-SJ ist ein SJ Samurai (müßte auch auf dem Armaturenbrett stehen). Der Samurai wurde ab 1988 gebaut, anfangs mit 60 PS und U-Kat, ab 1990 dann mit 69 PS und G-Kat - diese Maschine dürfte Deinem entsprechen, wenn dieser zwischen 1990 und 1996 gebaut wurde. Nach '96 gab es die Euro-2-Einstufung und 70 PS. Ab Mitte '92 stoppte der Import der japanischen Samurais zugunsten der spanischen Santanas, die man auch an der geänderten Fahrgestellnummer erkennt: Ein JSASJ70... (wie meiner :wink:) wurde in Japan produziert, Dein VSESJ70... kommt aus Spanien. An den ersten drei Buchstaben erkennt man den Hersteller, das in beiden Fällen folgende "SJ70" deutet schon darauf hin, daß es sich um denselben Typ handelt.

Leider ist die Übereinstimmung nicht hundertprozentig: Ein paar wenige Teile wurden bei Santana geändert, dazu gehören m.W. die Bremsen - bei Ersatzteilbestellungen ist darauf also zu achten, die spanischen Teile können manchmal etwas teurer sein.

Die Evolution der SJ's begann 1983 mit dem SJ410 (4 Zylinder, 1.0 Liter Hubraum - daher die Bezeichung). Mit Kat-losen 45 PS wurde er bis 1987 gebaut, ab 1985 wurde der Nachfolger SJ413 mit 64 PS angeboten, nach wie vor ohne Kat. In der Übergangszeit 1987 bekam er die U-Kat-Maschine des Samurai, der den SJ413 ein Jahr später ablöste. Von seinem Vorgänger unterscheidet sich der Samurai im Wesentlichen durch eine bereitere Spur, weichere Vorderachsfedern und ein geändertes Armaturenbrett.

Ohne weitere Veränderungen am Fahrwerk passen maximal 225/75R15 in die Radkästen, in Verbindung mit den Serienfelgen kann es aber beim Einlenken knapp werden - ich hatte diese Größe seinerzeit auf einem SJ413, allerdings mit anderen Felgen, da paßte es. Alternativ sind 215/75R15 m.W. von Suzuki direkt freigegeben. Wenn es nur um die Optik geht: 255/60R15 machen sich optisch ganz gut, bringen einen nur im Gelände nicht weiter - und unter die Serienverbreiterungen passen die auch nicht mehr.

Ich hoffe, erstmal geholfen zu haben... :)

Gruß

Derk
sammy1600
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Beitrag von sammy1600 »

Ich hätte es nicht besser schreiben können. danke Stoppelhopser.

Zu den Angaben aus nem anderen Forum:

31x10,5R15 passen niemals auf die Serienfelge des Samurais und für diese Reifengröße sind diverse Umbauten notwenig. Lass Dich bei gewünschten Umbauten als erstmal richtig beraten und frag Dich erstmal ander Suzukifahrer.

Hier her hast Du ja bereits gefunden, und hier gibts auch noch viele Tipps:

http://forum.myphorum.de/list.php?f=1536

http://www.vitarafanforum.de/phpBB2/index.php

Gruss sammy
schwer SUZUKI-fiziert......

Leicht modifizierter Samurai.
http://www.sk4x4sports.de/html/projekt__die_suzi_.html

[b][color=green]Trophy und Motorsport Teile für Suzuki unter www.sk4x4sports.de[/color][/b]
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Benny74
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Beitrag von Benny74 »

Hallo,

hab noch mal ein paar Fragen:
Leider ist kein Handbuch dabei. Das ist unser dritter Wagen mit Allrad (erstes Fahrzeug war ein Subaru Justy mit zuschaltbaren Allrad mittels Knopf während der Fahrt und zur Zeit fahre ich ein Hyundai Terracan mit permanenten Allrad). Der Suzuki hat vorne an den Räder manuelle Freilaufnaben (hoffe das ist richtig so????). Man kann auf 2x4 oder auf 4x4 stellen. Dann ist ein Hebel für 2WD, Neutral, 4WD High und 4WD Low. Dieser wird für Allrad sein. Aber bis zu welcher Geschwindigkeit kann man Allrad zuschalten, was muß man sonst dabei beachten??? Kann man etwas falsch machen???? Müssen die Freilaufnaben dabei dann auf 4x4 stehen??
Ich weiß Fragen über Fragen. Hoffe auf einige Antworten. Oder hat jemand die Bedienungsanleitung als PDF oder ähnliches?



Gruss Benny
kurt
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Beitrag von kurt »

hi benny
freilaufnaben:
die freilaufnaben sind hauptsächlich dafür da das sich bei fahrten auf der staße die vorderen stechachsen + die kardanwelle nicht mitdreht. dazu musst du sie auf free stellen. bei lock sind diese is die verbindung geschlossen un ddu kannst den allred einlegen.
sinn der sache ist verschleißminderung.nachteil du musst aussteigen wenn du den allread einlegen willst.

wählhebel
2wd heist: nur heckantrieb
4wd high allrad antrieb
4wd low allrad antrieb mit untersetzung, das heißt in diesem gang hat er mehr kraft geht dafür nicht mehr so schnell ( als ob du vom 1. gang nochmal zurückschalten würdest)
zum einlegen des 4wd low musst du auf alle fälle anhalten
mfg kurt
Suzuki lj 80 , bodylift 6cm , 30 x 9,5 x 15 , 413er Motor , Scheibenbremsen , Hinterachssperre , federgehänge 130 mm , ....
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Stoppelhopser
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Beitrag von Stoppelhopser »

Benny74 hat geschrieben:Aber bis zu welcher Geschwindigkeit kann man Allrad zuschalten, was muß man sonst dabei beachten???
Das Einlegen von 4H geht theoretisch bis zur Endgeschwindigkeit, macht aber oberhalb von 60-80 Sachen wenig Sinn - Man ist nunmal ohne Mitteldifferential unterwegs, das heißt es geht dann nur noch geradeaus... :wink:
Benny74 hat geschrieben:Kann man etwas falsch machen????
Ja - man könnte, wie von Kurt beschrieben, den Versuch starten, 4L während der Fahrt einzulegen. Alternativ kommt auch das Zuschalten in Kurven nicht so gut, und natürlich sollte man sich vergewissern, daß auch wirklich beide Naben verriegelt sind.
Benny74 hat geschrieben:Müssen die Freilaufnaben dabei dann auf 4x4 stehen??
Naja - schon, wenn Du vorhast, mit Allradantrieb zu fahren. Sonst drehen sich die vorderen Antriebswellen, aber die Räder werden nicht mitgenommen. Man kann mit offenen Naben aber in 4L Hänger rangieren, ohne schwarze Striche auf den Boden zu malen.

Auch nochmal ganz wichtig: Auf griffigem Untergrund nach Möglichkeit nicht mit Allrad fahren, mangels Mitteldifferential. Auf der Straße reichen dem SJ zwei angetriebene Räder aus...

Gruß

Derk
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Henning
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Beitrag von Henning »

Dann hier noch mal, weil's ja auch zum Thema passt:


In Antwort auf:
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Was passiert wenn man die Achse auf free stehen hat und den Allrad einlegt weiß ich ehrlich gesagt nicht, vielleicht geht etwas kaputt oder auch nicht. Freiwillige Tester vor


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Im Stand: Kein Problem, auch Untersetzung mit offenen Naben (zum Hängerrangieren) geht problemlos. Die Mechanik der Freilaufnaben soll ein wenig dicht beieinander stehen, sodaß immer davon abgeraten wird, mit offenen Naben und mit Allrad zu fahren (macht ja auch keinen Sinn), aber so richtig will sich mir der Grund für die mögliche Beschädigung nicht offenbaren: Im Prinzip drehen sich doch trotz offener Nabe Rad und Antriebswelle mit derselben Geschwindigkeit... Gruß

Derk


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Grundsätzlich wird vom Fahren in der Untersetzung mit offenen Naben abgeraten, da dann das erhöhte Drehmoment auf
nur noch eine Achse geleitet wird, und dort Schäden verursachen können. Daher auch die "Zwangsschaltung"
2WD
4WD high
4WD low

Wer mit ein wenig Gefühl ausgestattet ist, kann es auch mit
2WD low probieren, davon fliegt auch nicht gleich der Antriebsstrang
auseinander, aber das Risiko erhöht sich :wink:
Gruß
Henning,
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