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ATF-Temperaturfühler einbauen

Verfasst: Mo 18 Apr, 2005 20:13
von Explorerfalk
Hallo Explorer-Freunde :)

Das unser A4LD und alle Automatikgetriebe etwas anfällig gegen zu hohe Temperaturen sind ist allgemein bekannt.
Speziell unter Last z.B. im schweren Anhängebetrieb oder im Gelände gehen die Temperaturen sehr schnell in den kritischen Bereich.
Optimal sind so ca. 85°-95° C.
Um das zu kontrollieren brauchts natürlich ein Messgerät.

Bei http://www.automatic-berger.de/ gibt es einen einbaufertigen Satz (ca. 50,- €).
Da ist die Messuhr und der Geber zusammen.
Den Geber gibt es auch einzeln. Dieser ist immer vorgesehen in die Ölwanne eingebaut zu werden.
Bei http://www.kts.de/ gibt es auch noch eine Vielzahl Messuhren, Komplettsätze und Geber der verschiedensten Hersteller und Geldbeutel.

Ich habe mich für die Montage des Gebers in die Getriebeölwanne entschieden.
Da ist es erstmal gar nicht so einfach, einen geeigneten Montageort zu finden. Nach längerem probieren habe ich ihn dann gefunden.
Auf der Fahrerseite vor dem Schaltgestänge ist m.M. nach der einzigste Platz um den Geber (und die Mutter) zu plazieren.

siehe Bild:

Verfasst: Mo 18 Apr, 2005 20:15
von Explorerfalk
Sorgfältiges ausmessen und anzeichnen in der Ölwanne ist dann notwendig um den Platz auch optimal zu treffen.
Als Bezugspunkt hatte ich immer eine Montagebohrung der Wanne genommen.

Abstand von vorn:

Verfasst: Mo 18 Apr, 2005 20:16
von Explorerfalk
Abstand von oben:

Verfasst: Mo 18 Apr, 2005 20:17
von Explorerfalk
Sorgfältig körnen, vorbohren und mit ´nem 13er aufbohren.
Anschließend natürlich sauber entgraten.

Verfasst: Mo 18 Apr, 2005 20:18
von Explorerfalk
Montierter Geber von innen:

Verfasst: Mo 18 Apr, 2005 20:19
von Explorerfalk
Geber von außen.
Er ist mit je einer Kupferscheibe innen/außen abgedichtet.

Verfasst: Mo 18 Apr, 2005 20:20
von Explorerfalk
Ich habe noch einen Magneten in die Wanne gelegt und diese dann wieder montiert.

Verfasst: Mo 18 Apr, 2005 20:25
von Explorerfalk
Das angeschlossene und isolierte Kabel geht direkt an die Messuhr.
Deren Position ist jedem selbst überlassen. Mein Rally-Explorer kann da leider keine Empfehlung abgeben :D
Das Kabel wird direkt oberhalb des Getriebes durch den Boden geführt.
Dort muss deshalb vorher ein Loch gebohrt, und so eine Gummitülle zum Schutz angebracht werden.

Verfasst: Mo 18 Apr, 2005 20:35
von Explorerfalk
Bei den ersten Test stellte sich heraus, dass es sehr große Temperaturunterschiede bei den verschiedenen Fahrzuständen gibt.

Im normalem Verkehr bewegt sich die Temperatur tatsächlich in dem oben beschriebenen Bereich um die 90°C.
Sobald es aber etwas in die Berge geht, und das Getriebe und Wandler stehen mehr unter Druck, ist ein kontinuierlicher Anstieg bis etwas über 100°C festzustellen.

Ganz dramatisch war es beim letzten Geländetest in Peckfitz.
Bei niedrigen Geschwindigkeiten in der Untersetzung und trotzdem relativ hohen Drehzahlen (3000-3500 U/min) im minutenlangem "Berge bezwingen" war die Temperatur sehr schnell bei ca. 140°C :? .
Bei schnellere Gangart im Gelände funktionierte allerdings auch die Kühlung etwas besser und der Anstieg war nicht mehr ganz so dramatisch.

Übrigens:
Um ein "kochendes" Getriebe schnell wieder auf normale Temeraturen zu bringen solle man anhalten und den Motor+Getriebe im Leerlauf (auf N) einige Minuten laufen lassen. So steht es jedenfalls in der Fachliteratur.
Bei mir ging es immer am schnellsten, wenn ich die Karre einfach ausgemacht habe :D

Verfasst: Mo 18 Apr, 2005 20:41
von HPF
bekommst du denn jetzt noch einen Getriebeölkühler?

Du kannst doch nicht im Rennen den Mops ausmachen und warten, bis der wieder das Schwitzen aufhört?


Gruß Holger