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4WD-Technik im Explorer/Bronco 2

Verfasst: Fr 09 Jul, 2004 20:14
von Explorerfalk
Wissenswert - für Interessenten die sich mit den Gedanken tragen einen Explorer sich zuzulegen - ist sicherlich auch die Allradtechnik die da verbaut worden ist.

Explorer der Serie 1 (eckige Form) und die Bronco II bewegen sich im alltäglichen Gebrauch im 2WD Heckantrieb.
Die vordere Kardanwelle wird bei Bedarf über einen elektr. Taster per Verteilergetriebe (bis 80 km/h - besser weniger) zugeschaltet.
In den vorderen Radnaben sind serienmäßig automatische Freilaufnaben verbaut. Besteht ein Drehzahlunterschied hintere/vordere Antriebswelle (wenn ein Hinterrad durchdreht) werden die Freilaufnaben vorn geschlossen und die vorderen Räder greifen aktiv ein.
Die Freilaufnaben werden durch rückwärts fahren wieder gelöst.
In der 2,48-fachen Untersetzung wird die vordere Antriebswelle zu 100% zugeschaltet (bitte nur im Stand !!).

Beim Explorer der Serie 2 (runde Frontpartie) können die Modelle bis 1997 (152PS) auch mit reinen 2WD-Antrieb unterwegs sein.
Mittels Drehschalter wird hier der Allradantrieb zu geschaltet.
Dabei wird im Verteilergetrieb mittels zweier Sensoren die Drehzahl vordere/hintere Antriebswelle verglichen. Ist diese nicht mehr gleich (durchrutschendes Hinterrad z.B.) wird eine elektr. Magnetkupplung geschlossen. In der Vorderachse ist ein Stellmotor mit einem autom. Freilauf der sich beim zuschalten autom. schließt.
Untersetzung ist gleich dem der Serie 1.

Ab 1997 (207/204PS) fiel der reine 2WD Betrieb weg.
Diese Fahrzeuge sind mit einen ständig im Einsatz befindlichen (permanenten ???) Allradantrieb unterwegs.
Dazu gibt es dann die Schalterstellung für den aktiven Allrad und die für die Untersetzung.

Alle Explorer haben in ihrer HA eine zu 30% wirkende Differentialbremse.

Explorer im 4x4-Einsatz :D : Peckfitz, muss ich unbedingt wieder hin !

Verfasst: Fr 09 Jul, 2004 20:34
von Gorli
2 Mal dasselbe? Sieht genial aus der Plorer... Wann treffen wir uns mal? Ahh vielleicht ja beim ORF "Festival"

Verfasst: Fr 09 Jul, 2004 20:51
von Explorerfalk
Soo, korrigiert :)

ORF "Festival" steht schon im Terminplan :)
Wenn es irgendwie machbar ist bin ich dabei.

................wegen dem Schnitzel :D

Verfasst: Fr 09 Jul, 2004 21:32
von Gorli
BFG AT... und sag nicht, Dich mußte man da rausziehen ;)

Verfasst: Fr 09 Jul, 2004 23:01
von Explorerfalk
Bei den Boden in Peckfitz und halbwegs trockenem Wetter kommt man mit den BFG A/T noch halbwegs gut zurecht.

Zur Klärung der Lage: Das ist die andere Seite:
(Will aber nicht verschweigen, dass die Situation das eine oder andere mal auch andersrum war :D )

Verfasst: Fr 09 Jul, 2004 23:06
von Gorli
Wie macht der Plorer sich eigentlich im Vergleich mit den anderen wie Defender, G, Terrano usw...?

Gibs Sachen, wo Du schon davor standest, und einfach sagen mußtest: Das wird nix, und ein anderer is da einfach langgefahren? Ich weiß des is keine einfache frage, weils vom Vertrauen des Fahrers mit abhängt, aber so allgemein würds mich schon interessieren, weil ich mal vermute, daß die Unterschiede kaum spürbar sein sollten...

Verfasst: Sa 10 Jul, 2004 17:12
von Explorerfalk
Hallo Gorli

Wenn man davon ausgeht, dass der Explorer und vergleichbare Fahrzeuge den Serienzustand besitzen, muss ich sagen, dass der Explorer Nachteile gegenüber den "traditionellen" Modellen hat.

Unter traditionell verstehe ich ganz klar das G-Modell, Defender, Range Rover, z.T. die Land Cruiser, Patrol GR (mal intern - mein heimlicher Favorit :) ) oder manche Pajero´s.
Diese haben serienmäßig doch teilweise eine bessere technische Basis für mittelschweres Gelände (z.B. Sperren).
Dort wo man mit diesen Fahrzeugen noch mit Standgas durchkommt, geht beim Explorer vieles nur mit brachialer Gewalt.
Man muss also schon ziemlich schmerzfrei sein :D

Ein großer Nachteil ist der lange Radstand (beim 5-tür.) gepaart mit einer relativ geringen Bodenfreiheit. Ganz extrem beim XP1 mit sage und schreibe nur 16cm !! unter dem vorderen Diff.
Dadurch setzt man vor allem auf Kuppen und in Verschränkungspassagen schnell auf. Hängt ein Hinterrad in der Luft, bricht der ganze Vortrieb zusammen :(

Also, viel Schwung, viel Gas, Augen zu und durch :eek:
Aber damit steht er sicher mit den meisten vergleichbaren Modellen auf einer Stufe. Ob Terrano, Frontera, Trooper, Discovery und wie sie alle heißen.

Mit steigender Bodenfreiheit und einer besseren Rad-/Reifenkombination lässt sich dann allerdings sehr vieles ruhiger angehen und man bekommt auch die Kraft und das Drehmoment wesentlich besser auf den Boden.

Hier 2002 noch ohne Body-Lift:

Verfasst: Sa 10 Jul, 2004 17:29
von Gorli
Irgendwann, irgendwo treffen wir uns shcon mal, da muß ich mir Plorers mal Live anschauen :)

Verfasst: Sa 23 Okt, 2004 04:50
von homerbundy
Hallo Falk,

versteh' ich das richtig, dass der XP1 die Freilaufnaben an der VA bei einem Durchdrehen der Hinterräder auch schließt, wenn man den 4x4 Schalter nicht betätigt?

Ich hätte das bisher immer so gesehen (bzw. gelesen, denn ausprobieren konnte ich es ja noch nicht), dass der XP immer Hinterradantrieb hat und nur mit dem Schalter die VA zugeschaltet werden kann...

Verfasst: So 24 Okt, 2004 23:01
von Explorerfalk
Nein, nein, wenn du im 2WD-Modus fährst und die Hinterräder drehen durch (meist ist ja eh nur eins) tun die Freilaufnaben nebst vorderem Antriebstrang keinen Zucker.

Der Allrad wirkt tatsächlich nur, wenn der vordere Antriebstrang mit zugeschaltet worden ist.
Allerdings auch dann erst, wenn eine 4x4 Situation eingetreten ist.
Schaltest du 4x4 Allrad ein läuft zwar die vordere Kardanwelle + Antriebe mit, die Freilaufnaben sind aber immer noch offen = ist also immer noch 2WD Antrieb.

Erst wenn dann ein Hinterrad kurz durchdreht und der komplette Antriebstrang praktisch schneller ist als die Vorderräder, schließen sich die Freilaufnaben und die vorderen Räder bauen Traktion auf.

Ich hoffe alle restlichen Klarheiten beseitigt zu haben................ :D