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!!! EILT -------- NOTFALL !!!!!!!

Verfasst: So 08 Apr, 2007 18:17
von camper_landy
Mein Bruder hat seinen TD5 in Romänien in einem Bach versenkt. Die Dichtung vom Schnorchel schien undicht zusein. Der Motor ist ausgegangen, ob, weil das Steuergerät samt sonstiger Elektrik geflutet wurde oder ob der Motor ein kräftigen Schluck Wasser genommen hat kann nicht mit bestimmtheit gesagt werden. Der Luftmengenmesser war jedenfalls feucht. Der Anlasser macht nur klick, was auf Wasser schließen läßt.
Hat jemand damit Erfahrung, wenn Wasser drin ist, wie bekommt er es mit möglichst geringem Schaden raus ?
Das Problem ist - wie kommt er sonst wieder Heim, im Moment ist er in Timisoara in Romänien.

Wer hat Ideen !?

Gruß und Danke

Michael

Verfasst: So 08 Apr, 2007 18:32
von MAK Trek
Scheiße!

Sowas darf nicht passieren. Nun ist es aber so, was tun?

1. Finger weg vom Zündschlüssel.
2. Motor sichern: In den LuFi gucken, ob der nass ist. Wenn nein, dann dürfte dem Motor soweit nichts passiert sein. Freuen. Dann hat der Motor auch kein Wasser geschluckt.
3. Wenn LuFi nass: LuFi raus, trocknen oder besser wegschmeißen und ersetzen, Glühkerzen raus, Motor per Hand durchdrehen, dann müsste es das Wasser aus den Brennräumen drücken. (So stand es irgendwo zu lesen, bin mir aber nicht sicher, ob das auch wirklich so ist.) Wenn der Motor schon Wasser gesaugt hätte, dann hat er sowieso einen "Wasserschlag", Pleuel dürften verbogen sein, usw. Dann hoffe ich, dein Bruder ist beim ADAC.
4. Wenn nur das Steuergerät abgesoffen ist: Es soll schon Handies gegeben haben, die abgesoffen sind und nach Trocknung wieder funzten. Versuch das mal. Wenn kein Erfolg: Siehe Punkt 3 und lass deinem Bruder über den ADAC ein neues Steuergerät zukommen.

Die Sache mit "was tun, wenn der Motor Wasser geschluckt hat" (Punkt 3) könnte ich noch genauer recherchieren, wenn nötig. Mach' Meldung, ich bin meist online. Ansonsten wünsche ich deinem Bruder alles Gute.

Halt' uns auf dem Laufenden.

Andy

Verfasst: So 08 Apr, 2007 18:37
von camper_landy
Hallo Andy, danke für die Tips. Werde nachher mit ihm telefonieren. Vielleicht weiß ich dann mehr.
Gruß Michael

Verfasst: So 08 Apr, 2007 18:39
von MAK Trek
Immer doch - und alles Gute!

Verfasst: So 08 Apr, 2007 18:47
von landman
er muss nicht unbedingt beim ADAC sein,
die Leistungen erbirngt auch die normale KFZ versicherung!!!!!

Verfasst: So 08 Apr, 2007 19:18
von MAK Trek
Hoffen wir 'mal, dass es keiner Leistungen bedarf.

Andy

Verfasst: So 08 Apr, 2007 19:39
von camper_landy
Also Versicherung isr DEBEKA und hat keinen Schutzbrief.
ADAC holt aus dem Ausland nur mit der plus - Mitgliedschaft.
Motor blockiert und läßt sich nicht drehen. Wahrscheinlich läßt er den Wagen stehen und holt ihn dann nächstes WE mit Anhänger. Was für ein Aufwand ! Wenn jemand Lust hat, wäre mir Recht wenn er Begleitung hätte beim holen.

Verfasst: So 08 Apr, 2007 20:37
von Flash
Hab meinen alten Landrover auch schon ein paarmal ertränkt. Grundsätzliches Vorgehen;

Zündkerzen (bzw Glüh dinger beim Diesel) raus und orgeln bis alles Wasser draussen ist. Ich würd das voll mit dem Anlasser machen. Gehts am schnellsten. Zündkerzen drauf, und heimfahren.

Luftfilter vorher anschauen ist gut, aber auch wenn der trocken ist, kann das Wasser beim abgestorbenen Motor zum Auspuff reingekommen sein (bei entsprechender Tiefe des Motors). Wobei es dann wenigstens nicht komprimiert worden ist.

Bei meinem ersten Ertränkungsmanöver - hatte in etwa das gleiche Problem wie dein Bruder, Ansaugbrücke vom Vergaser abgefallen - hatte ich keinen Zündkerzenschlüssel dabei. Also, ca. ne halbe Stunde mit Kerzen drin und allem drum und dran georgelt. Es spritze schwallweise extrem viel Wasser aus dem Auspuff raus. Dann ist er wieder gelaufen. Die ersten 30-50km mit massiven Macken. (das heisst, bei einer Brücke ca. 2km nach Wasserfahrt, brauchte ich zig Anläufe bis ich drüber kam, der Motor war so fertig). Nach den 30-50km lief er ein Jahr normal. Dann war eine Revision fällig, da er infolge Sand im Wasser, auf einem Zylinder keine Kompression mehr hatte (2 bar).

Bei deinem scheint aber mehr kaputt zu sein, wenn der Motor sich nichtmal mehr von Hand drehen lässt (wobei Diesel natürlich auch sehr streng geht).

Verfasst: So 08 Apr, 2007 20:44
von Der Kurze
Habe schon mehrmals von Steuergeräten gehört die auch nach der Versenkung noch einwandfrei funktioniert haben somit dürften die Steuergeräte wohl etwas dichter als die Landys sein.

Hat Stefan einen Schnorchel an seinem 90ger?

Hat Stefan zum Durchdrehversuch die Glühkerzen rausgemacht? Gegen die Kompression dürfte es wohl schwer sein anzudrehen, wobei ich hierzu keine pers. Erfahrung habe.

Ich denke die Kiste stehen lassen und nächste Woche mit dem Trailer hohlen dürfte wohl das Beste sein.

Verfasst: So 08 Apr, 2007 21:13
von Karsten
Steuergerät sollte halbwegs dicht sein und wenn kein Strom mehr geflossen ist, lassen die Dinger sich ganz gut auf einer Heizung trocknen und wieder in Betrieb nehmen.

Alles andere wurde ja schon gesagt. Hoffentlich hält sich der Schaden in Grenzen ...