Land Rover Dialog 2.ter Teil.
Land Rover Dialog 2.ter Teil.
Land Rover Deutschland GmbH
- Jeffrey L. Scott -
Am Kronberger Hang 2a
D- 65824 Schwalbach / Ts.
MEINE EMAIL VOM 26. APRIL 2006 / DIE ANWORT VON LAND ROVER / DER GUTSCHEIN
Sehr geehrter Herr Scott,
am 26. April 2006 wandte ich mich, aufgrund der mir zugeschickten Werbeemail von Herrn A. Bleuel, vertrauensvoll an diesen mit einer Rückantwort per Email die ich diesem Schreiben in Kopie in der Anlage beifüge.
Viel haben ich und meine Freunde, im übrigen die meisten Defenderfahrer und 2 G-Fahrer, darüber spekuliert ob ich jemals eine Antwort erhalte. Stunden, Tage, Wochen und sogar Monate vergingen bis ich am 7. Juli 2006 ein Antwortschreiben von Land Rover erhielt. Ich hatte den Vorgang selbstverständlich nicht vergessen, da ich doch jeden Tag beim Anblick meines Defenders an Land Rover erinnert werde. Nun, auch dieses Schreiben erlaube ich mir in Kopie in der Anlage beizufügen.
Nun, der Zeitpunkt für das Schreiben von Herrn Bleuel war gut gewählt, genau einen Tag nach meinem Geburtstag. Nach Durchsicht des Schreibens kam etwas die Ernüchterung in mir hoch. Las ich da nicht ein Schreiben das als Formschreiben sicherlich schon viele, viele Land Rover Fahrer erhalten haben? Sah das nicht etwas zu arg nach Standardschreiben aus? Die Unterschrift war auch noch gedruckt, kam das Schreiben gar nicht von Herrn Bleuel? Oder noch schlimmer, wusste Herr Bleuel überhaupt nichts von meiner Email und ich wurde lediglich vom System betreut das im Umgang mit Kundenschreiben bestens vorbereitet ist? Hatte ich in meiner Email nicht darum gebeten das mir statt mit einem Standardschreiben besser gar nicht geantwortet wird? Warum wird mir sogar dieser Wunsch versagt wo es doch überhaupt keine Mühe macht, gar nicht auf meine Email zu antworten?
Fragen über Fragen und alle sind noch offen. Doch siehe da, diesem besagten Schreiben von Herrn Bleuel lag ein Gutschein für ein, ich zitiere: „ Einmaliges Off-Road-Fahrertraining“ bei. Eine Einladung die gesamte Flotte der Land Rover Fahrzeuge im harten Offroad-Einsatz kennen zu lernen samt Fahrertrainer. Nun, vielen Dank, ich habe mich wirklich gefreut und gleich einmal nachgeschaut wie weit ich für diesen Tag fahren
müsste. Die Ernüchterung folgte auf dem Fuße, über 400 km einfache Strecke für einen Tag, also über 800 km Tagesstrecke, zwischendrin das Fahrertraining und wieder ab nach hause? Da hätte ich schon erwartet das Land Rover noch eine Übernachtung in einer günstigen Herberge mit anbietet. Aber sicherlich wurde vermutet das ich ein Dachzelt habe da ich ja einen Defender fahre. Und was soll ich sagen, Herr Bleuel hat natürlich recht. Also hätte ich ja auch im Dachzelt übernachten können.
Nun ja, trotzdem wollte ich zu Anfang diesen Weg auf mich nehmen. Doch dann kam der 14. August 2006. Ein ganz normaler Morgen. Ich wachte auf, die Sonne schien vom Himmel, ich schaute aus dem Fenster, sah meinen Defender und der Tag war gut. Doch dann fuhr ich zur Tankstelle, nach dem tanken wollte ich meinem Hund noch etwas Auslauf gönnen und fuhr dafür an den Ortsrand, ca. 1 km entfernt, um meinem Hund die Möglichkeit zu bieten seine „Geschäfte“ zu erledigen. Und siehe da, als ich eben diesen Ort erreicht hatte ging der Defender aus. Ja was war das denn, eine Neuerung von Land Rover von der ich noch nichts wusste? Ziel erreicht, Defender stellt automatisch ab? Wie praktisch!
Sie können es sich sicherlich schon denken, es war nicht so. Er ging zwar aus, aber nicht mehr an. Und die Spritpumpe machte laute und undefinierbare Geräusche.
Kennen Sie das Programm das sich abspielt wenn Sie mit einer Panne stehen bleiben? Wenn würden Sie zuerst anrufen? Genau, die Werkstatt ihres Vertrauens und in meinem Falle das Autohaus Eva Staib in Sinzheim wo ich den Wagen erstanden habe. Die erste Auskunft war: „Es tut uns leid, wir können uns leider nicht um sie kümmern da unsere Werkstatt aufgrund von Urlaub nicht komplett besetzt ist.“ Klar, verständlich, damit habe ich ja auch kein Problem und Sie sicher auch nicht. Mein nächster Anruf galt der Land Rover Assurance. Freundlich und kompetent wurde ich angenommen und freundlich und kompetent bat ich um einen Abschleppwagen da das Problem vor Ort nicht zu lösen sein würde. Nun gut, nach ca. 30 min kam ein gelber Engel des ADAC, ließ sich von mir das Problem schildern und traf die Feststellung das er einen Abschleppwagen anfordern müsste was auch umgehend geschah und ca. 30 min. später stand mein Defender auf selbigem und war unterwegs zu oben genannter Werkstatt.
Einen Tag später konnte ich meinen Landy wieder in Empfang nehmen. Auch hier möchte ich erwähnen das sich die Werkstatt, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, um mein Wohl kümmerte.
Nun hatte ich ja noch den Gutschein. Mittlerweile wollte ich diesen übertragen und hab den Gutschein einigen Freunden angeboten, kostenlos, versteht sich, doch niemand zeigte Interesse daran. Gut, dass kann man meinen Freunden nicht unbedingt nachtragen da alle meine Freunde sehr viel Offroad unterwegs sind und sich schwer tun einen Tag in einem bestimmten Areal zu offroaden wo sie das doch jeden Urlaub haben in nicht abgesperrten Arealen mit natürlichen fahrerischen Herausforderungen. Also legte ich den Gutschein beiseite, bis zum Montag den 11. September 2006. Übrigens für viele ein historisches Datum aus einem traurigen Anlass.
Der Tag begann wie immer und war mit Arbeit angefüllt. Am Abend wollte ich in meinen Wald fahren um verschiedene Tätigkeiten zu verrichten dir mir zur Entspannung dienen und mich von meinem Büroalltag ablenken. Da ich die Möglichkeit habe in meinem Wald kreuz und quer zu fahren freute ich mich besonders auf eine Strecke die ich sehr schätze und die für einen Offroader wie geschaffen ist. Nach Absolvierung eben dieser Strecke hielt ich kurz auf dem nächsten Waldweg inne und stellte meinen Ipod ab auf dem gerade das „Köln Concert“ von Keath Jarret zum besten gegeben wurde. War da nicht ein Pfeifen zu hören? Sie haben es sicherlich erraten, wiederum kam das Geräusch von hinten im Bereich des Kraftstofftankes. Die erste Überlegung war auf gerader Linie Richtung Werkstatt zu fahren da ich damit rechnete das ich eben diese sowieso nicht mehr erreichen werde, aber dieser damit zumindest nahe bin, damit das Abschleppen nicht soviel Zeit in Anspruch nimmt. Sie merken es schon, als Defenderfahrer lernt man logisch zu denken!
Dumm nur das ich nur noch ca. 2 km weit kam und dann das Fahrzeug wieder von alleine abstellte. Vergebliche Startversuche krönten die nächste Viertelstunde. Dann gab ich es auf und raten Sie mal wenn ich als erstes angerufen habe? Richtig! Meine Werkstatt.
Die Auskunft war folgendermaßen: „Wir können Sie nicht abschleppen da wir nicht genügend Kapazitäten frei haben aus Urlaubsgründen.“
Häh, was, hatte ich mich verhört, hatte ich gar ein Descha Vu? Nein, es war ja erst September und meine letzte Panne war im August, die dortige Antwort war fast die selbige wie am Montag und richtig, im September ist ja auch noch Urlaubszeit, also kann das durchaus stimmen.
Allerdings war ich jetzt leicht gereizt und mein Verständnis stieß an meine Grenzen nachdem ich mitteilte das ich das Abschleppen selbst organisiere ich aber einen Mietwagen benötige. Wollen Sie die Anwort wissen? „Einen Mietwagen gibt es nicht da alle vergeben sind!“ Na prima, auch der gut gemeinte Hinweis die Land Rover Assurance anzurufen um dort einen Mietwagen anzufordern stimmte mich nicht fröhlicher. Aber in meiner Verzweiflung tätigte ich natürlich auch diesen Anruf und versuchte der wirklich netten Dame zu erklären das ich keinen Abschleppwagen will sondern es mir lediglich um einen Mietwagen ging. Das Abschleppen hatte ich schon organisiert und ein guter Freund mit seinem Mercedes G war schon auf dem Weg zu mir.
Habe ich bei dieser Gelegenheit schon erwähnt das mein Freund diesen besagten G schon seit 14 Jahren fährt mit runden 300.000 km auf dem Tacho, er mich aber noch nie angerufen hat damit ich seinen G abschleppe? Warum er nicht angerufen hat? Weil man ihn noch nie abschleppen musste.
Aber zurück zum Thema. Die durchaus sehr höfliche und verständnisvolle Dame teilte mir mit das ich nur Anspruch auf einen Mietwagen habe wenn ich mindestens 50 km von zuhause entfernt sei und sie fragte auch ob ich den soweit von zuhause entfernt sei? Ich gebe zu, ich war versucht zu schwindeln und diese Frage zu bejahen, doch bin ich ein gottesfürchtiger Mensch und finde es gibt schon genug Lug und Trug auf dieser Welt. Außerdem bin ich schon von Berufs wegen der Ehrlichkeit verpflichtet und verneinte deshalb diese Frage, insgeheim dachte ich das ich da wohl das Kleingedruckte mal wieder nicht richtig gelesen hatte.
„Nun, dann sei das Sache des Händlers mir einen Mietwagen zu stellen der über Land Rover abgerechnet wird.“ erklärte mir die Dame. Ich erklärte ihr daraufhin das sich der Händler dazu nicht in der Lage sehe da alle Mietwagen vergeben seien. Betretenes Schweigen am Telefon das ich mit dem Einwand unterbrach das ich mir selbst einen Mietwagen organisiere, zufälligerweise ist in meiner Nachbarschaft ein Mietwagenverleih, und Land Rover oder der Händler sollen doch eine Zusage machen die Kosten zu übernehmen. „Das könnte Sie nicht entscheiden.“ erwiderte die Dame und ich hatte durchaus Verständnis für diese Aussage da ich ja wohl mit einen Call-Center verbunden war das nur streng nach Vorschrift handeln kann. Ich beendete darum das Gespräch mit der Dame da ich keinen weiteren Sinn für eine sinnlose Konversion sah.
Es gab dann noch ein paar Telefonate mit meiner Werkstatt, doch das Ergebnis war das selbige. Kein Abschleppen möglich auch nicht von zuhause aus, kein Mietwagen und wieso die Pumpe den schon wieder kaputt wäre? Ja bin ich Jesus? Hab ich einen Lendenschurz an oder eine Dornenkrone auf? Wenn ich es wäre würde hätte ich im dem Moment meinen Gesprächspartner mit einem Blitz in die ewigen Jagdgründe befördert. Also brach ich auch diese Telefonate ab da ich ein sonores Brummen eines Saugdiesel durch den Wald schallen hörte. Mein Freund mit dem G war da, bereit mich (mal wieder) abzuschleppen.
Mittlerweile haben wir Mittwoch, mein Wagen steht noch in der Werkstatt, ich habe immer noch keinen Mietwagen, soll diesen aber heute Mittag bekommen, dieser kann aber nicht gebracht werden da anscheinend selbst der Lehrling in Urlaub ist der solch niederen Aufgaben verrichtet, ich müsse also selbst sehen wie ich den Mietwagen abholen könne.
Mein lieber Herr Scott. Das Maß ist demnach voll, zumindest für meine Begriffe. Um eine Tankpumpe zu wechseln muss ich 3 Tage Werkstattaufenthalt einplanen weil die Teile nicht vorrätig sind. Da ich selbstständig und im Außendienst tätig bin ist das für mich eine mehr als ungeschickte Situation da ich nun absolut immobil bin, Termine absagen musste und für die Termine die ich nicht absagen konnte auf Freunde angewiesen bin die mir entweder ihr Auto leihen oder mich gar chauffieren. Alles in allem ist das sehr unerfreulich und ich muss sagen, ich habe mittlerweile absolut keine Lust mehr auf alles was mit Land Rover auch nur im geringsten zu tun hat, einschließlich meines eigenen Defenders. Geplant war ursprünglich mir einen weiteren Wagen ihrer Marke anzuschaffen nach erscheinen der neuen Modellpalette des Defenders. Den Teufel werde ich tun. Weder einen Land Rover noch einen Ford und wenn Sie Land Rover nach China verkaufen dann werde ich nicht mal mehr Reis essen da meine bisherige schier unerschöpfliche Geduld zu Ende ist. Wie viele meiner Freunde werde ich dann wohl in kürze wieder Opel oder VW fahren und mich aus Verzweiflung der Einheitsmasse unterwerfen. Vielleicht spare ich aber auch noch ein bisschen und nehme einen Mercedes G oder einen Toyota.
Ich erlaube mir Ihnen den mir überlassenen Gutschein zurückzusenden, vielleicht treffen Sie ja mal Herrn Bleuel und sie können diesem dann den Gutschein wieder zurückgeben. Und bitte sehen zumindest Sie von weiteren Standardantworten ab. Bemühen Sie sich richtig um ihre Kunden – oder lassen Sie es ganz sein.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen aufrichtig noch viel Spaß bei Land Rover und
verbleibe mit vielen Grüßen aus Bühl
- Volker Fütterer –
- Anlagen -
- Jeffrey L. Scott -
Am Kronberger Hang 2a
D- 65824 Schwalbach / Ts.
MEINE EMAIL VOM 26. APRIL 2006 / DIE ANWORT VON LAND ROVER / DER GUTSCHEIN
Sehr geehrter Herr Scott,
am 26. April 2006 wandte ich mich, aufgrund der mir zugeschickten Werbeemail von Herrn A. Bleuel, vertrauensvoll an diesen mit einer Rückantwort per Email die ich diesem Schreiben in Kopie in der Anlage beifüge.
Viel haben ich und meine Freunde, im übrigen die meisten Defenderfahrer und 2 G-Fahrer, darüber spekuliert ob ich jemals eine Antwort erhalte. Stunden, Tage, Wochen und sogar Monate vergingen bis ich am 7. Juli 2006 ein Antwortschreiben von Land Rover erhielt. Ich hatte den Vorgang selbstverständlich nicht vergessen, da ich doch jeden Tag beim Anblick meines Defenders an Land Rover erinnert werde. Nun, auch dieses Schreiben erlaube ich mir in Kopie in der Anlage beizufügen.
Nun, der Zeitpunkt für das Schreiben von Herrn Bleuel war gut gewählt, genau einen Tag nach meinem Geburtstag. Nach Durchsicht des Schreibens kam etwas die Ernüchterung in mir hoch. Las ich da nicht ein Schreiben das als Formschreiben sicherlich schon viele, viele Land Rover Fahrer erhalten haben? Sah das nicht etwas zu arg nach Standardschreiben aus? Die Unterschrift war auch noch gedruckt, kam das Schreiben gar nicht von Herrn Bleuel? Oder noch schlimmer, wusste Herr Bleuel überhaupt nichts von meiner Email und ich wurde lediglich vom System betreut das im Umgang mit Kundenschreiben bestens vorbereitet ist? Hatte ich in meiner Email nicht darum gebeten das mir statt mit einem Standardschreiben besser gar nicht geantwortet wird? Warum wird mir sogar dieser Wunsch versagt wo es doch überhaupt keine Mühe macht, gar nicht auf meine Email zu antworten?
Fragen über Fragen und alle sind noch offen. Doch siehe da, diesem besagten Schreiben von Herrn Bleuel lag ein Gutschein für ein, ich zitiere: „ Einmaliges Off-Road-Fahrertraining“ bei. Eine Einladung die gesamte Flotte der Land Rover Fahrzeuge im harten Offroad-Einsatz kennen zu lernen samt Fahrertrainer. Nun, vielen Dank, ich habe mich wirklich gefreut und gleich einmal nachgeschaut wie weit ich für diesen Tag fahren
müsste. Die Ernüchterung folgte auf dem Fuße, über 400 km einfache Strecke für einen Tag, also über 800 km Tagesstrecke, zwischendrin das Fahrertraining und wieder ab nach hause? Da hätte ich schon erwartet das Land Rover noch eine Übernachtung in einer günstigen Herberge mit anbietet. Aber sicherlich wurde vermutet das ich ein Dachzelt habe da ich ja einen Defender fahre. Und was soll ich sagen, Herr Bleuel hat natürlich recht. Also hätte ich ja auch im Dachzelt übernachten können.
Nun ja, trotzdem wollte ich zu Anfang diesen Weg auf mich nehmen. Doch dann kam der 14. August 2006. Ein ganz normaler Morgen. Ich wachte auf, die Sonne schien vom Himmel, ich schaute aus dem Fenster, sah meinen Defender und der Tag war gut. Doch dann fuhr ich zur Tankstelle, nach dem tanken wollte ich meinem Hund noch etwas Auslauf gönnen und fuhr dafür an den Ortsrand, ca. 1 km entfernt, um meinem Hund die Möglichkeit zu bieten seine „Geschäfte“ zu erledigen. Und siehe da, als ich eben diesen Ort erreicht hatte ging der Defender aus. Ja was war das denn, eine Neuerung von Land Rover von der ich noch nichts wusste? Ziel erreicht, Defender stellt automatisch ab? Wie praktisch!
Sie können es sich sicherlich schon denken, es war nicht so. Er ging zwar aus, aber nicht mehr an. Und die Spritpumpe machte laute und undefinierbare Geräusche.
Kennen Sie das Programm das sich abspielt wenn Sie mit einer Panne stehen bleiben? Wenn würden Sie zuerst anrufen? Genau, die Werkstatt ihres Vertrauens und in meinem Falle das Autohaus Eva Staib in Sinzheim wo ich den Wagen erstanden habe. Die erste Auskunft war: „Es tut uns leid, wir können uns leider nicht um sie kümmern da unsere Werkstatt aufgrund von Urlaub nicht komplett besetzt ist.“ Klar, verständlich, damit habe ich ja auch kein Problem und Sie sicher auch nicht. Mein nächster Anruf galt der Land Rover Assurance. Freundlich und kompetent wurde ich angenommen und freundlich und kompetent bat ich um einen Abschleppwagen da das Problem vor Ort nicht zu lösen sein würde. Nun gut, nach ca. 30 min kam ein gelber Engel des ADAC, ließ sich von mir das Problem schildern und traf die Feststellung das er einen Abschleppwagen anfordern müsste was auch umgehend geschah und ca. 30 min. später stand mein Defender auf selbigem und war unterwegs zu oben genannter Werkstatt.
Einen Tag später konnte ich meinen Landy wieder in Empfang nehmen. Auch hier möchte ich erwähnen das sich die Werkstatt, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, um mein Wohl kümmerte.
Nun hatte ich ja noch den Gutschein. Mittlerweile wollte ich diesen übertragen und hab den Gutschein einigen Freunden angeboten, kostenlos, versteht sich, doch niemand zeigte Interesse daran. Gut, dass kann man meinen Freunden nicht unbedingt nachtragen da alle meine Freunde sehr viel Offroad unterwegs sind und sich schwer tun einen Tag in einem bestimmten Areal zu offroaden wo sie das doch jeden Urlaub haben in nicht abgesperrten Arealen mit natürlichen fahrerischen Herausforderungen. Also legte ich den Gutschein beiseite, bis zum Montag den 11. September 2006. Übrigens für viele ein historisches Datum aus einem traurigen Anlass.
Der Tag begann wie immer und war mit Arbeit angefüllt. Am Abend wollte ich in meinen Wald fahren um verschiedene Tätigkeiten zu verrichten dir mir zur Entspannung dienen und mich von meinem Büroalltag ablenken. Da ich die Möglichkeit habe in meinem Wald kreuz und quer zu fahren freute ich mich besonders auf eine Strecke die ich sehr schätze und die für einen Offroader wie geschaffen ist. Nach Absolvierung eben dieser Strecke hielt ich kurz auf dem nächsten Waldweg inne und stellte meinen Ipod ab auf dem gerade das „Köln Concert“ von Keath Jarret zum besten gegeben wurde. War da nicht ein Pfeifen zu hören? Sie haben es sicherlich erraten, wiederum kam das Geräusch von hinten im Bereich des Kraftstofftankes. Die erste Überlegung war auf gerader Linie Richtung Werkstatt zu fahren da ich damit rechnete das ich eben diese sowieso nicht mehr erreichen werde, aber dieser damit zumindest nahe bin, damit das Abschleppen nicht soviel Zeit in Anspruch nimmt. Sie merken es schon, als Defenderfahrer lernt man logisch zu denken!
Dumm nur das ich nur noch ca. 2 km weit kam und dann das Fahrzeug wieder von alleine abstellte. Vergebliche Startversuche krönten die nächste Viertelstunde. Dann gab ich es auf und raten Sie mal wenn ich als erstes angerufen habe? Richtig! Meine Werkstatt.
Die Auskunft war folgendermaßen: „Wir können Sie nicht abschleppen da wir nicht genügend Kapazitäten frei haben aus Urlaubsgründen.“
Häh, was, hatte ich mich verhört, hatte ich gar ein Descha Vu? Nein, es war ja erst September und meine letzte Panne war im August, die dortige Antwort war fast die selbige wie am Montag und richtig, im September ist ja auch noch Urlaubszeit, also kann das durchaus stimmen.
Allerdings war ich jetzt leicht gereizt und mein Verständnis stieß an meine Grenzen nachdem ich mitteilte das ich das Abschleppen selbst organisiere ich aber einen Mietwagen benötige. Wollen Sie die Anwort wissen? „Einen Mietwagen gibt es nicht da alle vergeben sind!“ Na prima, auch der gut gemeinte Hinweis die Land Rover Assurance anzurufen um dort einen Mietwagen anzufordern stimmte mich nicht fröhlicher. Aber in meiner Verzweiflung tätigte ich natürlich auch diesen Anruf und versuchte der wirklich netten Dame zu erklären das ich keinen Abschleppwagen will sondern es mir lediglich um einen Mietwagen ging. Das Abschleppen hatte ich schon organisiert und ein guter Freund mit seinem Mercedes G war schon auf dem Weg zu mir.
Habe ich bei dieser Gelegenheit schon erwähnt das mein Freund diesen besagten G schon seit 14 Jahren fährt mit runden 300.000 km auf dem Tacho, er mich aber noch nie angerufen hat damit ich seinen G abschleppe? Warum er nicht angerufen hat? Weil man ihn noch nie abschleppen musste.
Aber zurück zum Thema. Die durchaus sehr höfliche und verständnisvolle Dame teilte mir mit das ich nur Anspruch auf einen Mietwagen habe wenn ich mindestens 50 km von zuhause entfernt sei und sie fragte auch ob ich den soweit von zuhause entfernt sei? Ich gebe zu, ich war versucht zu schwindeln und diese Frage zu bejahen, doch bin ich ein gottesfürchtiger Mensch und finde es gibt schon genug Lug und Trug auf dieser Welt. Außerdem bin ich schon von Berufs wegen der Ehrlichkeit verpflichtet und verneinte deshalb diese Frage, insgeheim dachte ich das ich da wohl das Kleingedruckte mal wieder nicht richtig gelesen hatte.
„Nun, dann sei das Sache des Händlers mir einen Mietwagen zu stellen der über Land Rover abgerechnet wird.“ erklärte mir die Dame. Ich erklärte ihr daraufhin das sich der Händler dazu nicht in der Lage sehe da alle Mietwagen vergeben seien. Betretenes Schweigen am Telefon das ich mit dem Einwand unterbrach das ich mir selbst einen Mietwagen organisiere, zufälligerweise ist in meiner Nachbarschaft ein Mietwagenverleih, und Land Rover oder der Händler sollen doch eine Zusage machen die Kosten zu übernehmen. „Das könnte Sie nicht entscheiden.“ erwiderte die Dame und ich hatte durchaus Verständnis für diese Aussage da ich ja wohl mit einen Call-Center verbunden war das nur streng nach Vorschrift handeln kann. Ich beendete darum das Gespräch mit der Dame da ich keinen weiteren Sinn für eine sinnlose Konversion sah.
Es gab dann noch ein paar Telefonate mit meiner Werkstatt, doch das Ergebnis war das selbige. Kein Abschleppen möglich auch nicht von zuhause aus, kein Mietwagen und wieso die Pumpe den schon wieder kaputt wäre? Ja bin ich Jesus? Hab ich einen Lendenschurz an oder eine Dornenkrone auf? Wenn ich es wäre würde hätte ich im dem Moment meinen Gesprächspartner mit einem Blitz in die ewigen Jagdgründe befördert. Also brach ich auch diese Telefonate ab da ich ein sonores Brummen eines Saugdiesel durch den Wald schallen hörte. Mein Freund mit dem G war da, bereit mich (mal wieder) abzuschleppen.
Mittlerweile haben wir Mittwoch, mein Wagen steht noch in der Werkstatt, ich habe immer noch keinen Mietwagen, soll diesen aber heute Mittag bekommen, dieser kann aber nicht gebracht werden da anscheinend selbst der Lehrling in Urlaub ist der solch niederen Aufgaben verrichtet, ich müsse also selbst sehen wie ich den Mietwagen abholen könne.
Mein lieber Herr Scott. Das Maß ist demnach voll, zumindest für meine Begriffe. Um eine Tankpumpe zu wechseln muss ich 3 Tage Werkstattaufenthalt einplanen weil die Teile nicht vorrätig sind. Da ich selbstständig und im Außendienst tätig bin ist das für mich eine mehr als ungeschickte Situation da ich nun absolut immobil bin, Termine absagen musste und für die Termine die ich nicht absagen konnte auf Freunde angewiesen bin die mir entweder ihr Auto leihen oder mich gar chauffieren. Alles in allem ist das sehr unerfreulich und ich muss sagen, ich habe mittlerweile absolut keine Lust mehr auf alles was mit Land Rover auch nur im geringsten zu tun hat, einschließlich meines eigenen Defenders. Geplant war ursprünglich mir einen weiteren Wagen ihrer Marke anzuschaffen nach erscheinen der neuen Modellpalette des Defenders. Den Teufel werde ich tun. Weder einen Land Rover noch einen Ford und wenn Sie Land Rover nach China verkaufen dann werde ich nicht mal mehr Reis essen da meine bisherige schier unerschöpfliche Geduld zu Ende ist. Wie viele meiner Freunde werde ich dann wohl in kürze wieder Opel oder VW fahren und mich aus Verzweiflung der Einheitsmasse unterwerfen. Vielleicht spare ich aber auch noch ein bisschen und nehme einen Mercedes G oder einen Toyota.
Ich erlaube mir Ihnen den mir überlassenen Gutschein zurückzusenden, vielleicht treffen Sie ja mal Herrn Bleuel und sie können diesem dann den Gutschein wieder zurückgeben. Und bitte sehen zumindest Sie von weiteren Standardantworten ab. Bemühen Sie sich richtig um ihre Kunden – oder lassen Sie es ganz sein.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen aufrichtig noch viel Spaß bei Land Rover und
verbleibe mit vielen Grüßen aus Bühl
- Volker Fütterer –
- Anlagen -
- deckard
- Sugga Elektriker

- Beiträge: 2515
- Registriert: Fr 07 Jul, 2006 20:52
- Fahrzeug 1: Volvo TP21 B36
- Fahrzeug 2: Volvo PV544C B18
- Fahrzeug 3: Chevy Impala 1967
- PLZ: 5020
Auf den Punkt... Hut ab. Nur eine Frage... willst du nur Dampf ablassen, oder gibt es ein konkretes Ziel, das du Land Rover abringen willst?
Eine erschoepfende Reparatur? Wohl kaum, denn dein Vertrauen scheint
ja so massiv erschuettet, dass du wohl kaum Freude mit deinem reparierten Defi haben wirst.
Einen Ersatzwagen? Wohl kaum, das schliesst du ja selber in deinem Mail aus.
Das sie ihn zuruecknehmen und dir den Zeitwert erstatten? Da bekommst du wahrscheinlich mehr bei einem Privatverkauf.
Ich bin deshalb versucht zu vermuten, dass ihnen dein Mail genau deshalb egal sein wird. Denn was sollen sie noch tun oder dir anbieten? Sie werden dein Mail verschlucken und deinen Zorn verpuffen lassen. Standardmail und aus.
Aber warten wir mal ab, es geschehen ja noch Zeichen und Wunder... Ich wuensche dir auf jeden Fall die beste Loesung - wie sie auch immer aussieht. Wer so leidensfaehig ist, hat sich nur das Beste verdient.
Eine erschoepfende Reparatur? Wohl kaum, denn dein Vertrauen scheint
ja so massiv erschuettet, dass du wohl kaum Freude mit deinem reparierten Defi haben wirst.
Einen Ersatzwagen? Wohl kaum, das schliesst du ja selber in deinem Mail aus.
Das sie ihn zuruecknehmen und dir den Zeitwert erstatten? Da bekommst du wahrscheinlich mehr bei einem Privatverkauf.
Ich bin deshalb versucht zu vermuten, dass ihnen dein Mail genau deshalb egal sein wird. Denn was sollen sie noch tun oder dir anbieten? Sie werden dein Mail verschlucken und deinen Zorn verpuffen lassen. Standardmail und aus.
Aber warten wir mal ab, es geschehen ja noch Zeichen und Wunder... Ich wuensche dir auf jeden Fall die beste Loesung - wie sie auch immer aussieht. Wer so leidensfaehig ist, hat sich nur das Beste verdient.
Some say... He sucks the moisture from ducks... (J. Clarkson)
- Karsten
- Luftgekühlt

- Beiträge: 48653
- Registriert: Do 24 Jul, 2003 11:23
- Fahrzeug 1: Land Rover Defender 110 Td5
- Fahrzeug 2: 712K
- Fahrzeug 3: Opel Movano 2,5 CDTI
- Fahrzeug 4: was flaches
- PLZ: 82467
- Ort: Garmisch-Partenkirchen
@Volker: Wie immer ein Schmankerl
... eigentlich mache ich gerade meine Buchhaltung und plane den Urlaub, aber durch die Tränen in meinen Augen und dem vielen Lachen, bin ich nicht mehr dazu in der Lage.
Sarkastisch und spitz forumuliert ... ich liebe Deinen Schreibstil
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Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.
Johann Wolfgang von Goethe
Wenn es ganz still wird, beginnen die Dinge zu sprechen.
Ernst Jünger
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- Karsten
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KlasseIch werd jetzt mal schauen ob Toyota auch so unflexibel ist
Ich hätt da noch einen Vorschlag: Frag doch mal bei Mercedes nach den 461/462ern (Worker) nach, ob die Lieferbar wären
Gibt sicher auch eine nette Konversation.
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- Der Kurze
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kann man so auch nicht sagen ... der Kurze wird nächstes Jahr 7 ... er ist und war immer dicht ... von oben und nach unten ... nur einmal im ersten Jahr stehen geblieben ... der Service war aber super ... es gibt also auch Fahrzeuge die soweit ganz I.O.hase hat geschrieben:wenn ich das lese bin ich froh, dass ich keinen Defender mehr habe (naja der Wolf ist nur einmal wegen Spritmangel liegen geblieben und dies nur, weil die Tankanzeige nicht ging)
Und warte mal welcher Überraschungen VW für dich bereithält
Grüßle Bernd
______________________________________________________________
Self glorification is what you really mean, the glory you say ... you despise
A.C.
Believe in god, all others bring data
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Self glorification is what you really mean, the glory you say ... you despise
A.C.
Believe in god, all others bring data
