Der 144. Tag;
Hab zuerst im Lenkrelais nochmals etwas Oel aufgefüllt und brachte ihn dann zu Landrover Bösch in Hinwil gebracht. Dort hat ihn ein Mitarbeiter welcher schon 17 Jahre lang in dem Betrieb auf Landrover arbeitet auf Herz und Nieren angeschaut und getestet. Als erstes hat er festgestellt dass das Lenkrelais in der Halterung wackelt. Dann das das Kreuzgelenk vorne rechts Spiel hat. Und die Steckachse vorne rechts im Flansch. Und der Kugelkopf der Lenkschubstange achsseitig. Dann sind wir mal mit dem Ding gefahren, er hat festgestellt dass die Lenkung nach Kurvenfahrt nicht mehr vonselbst in Geradeaustellung geht - Grund; zu stramm eingestellte Achsschenkellagerung. Hab ich ja nach Gefühl gemacht, statt mit Federwaage... tja, falsch gefühlt..... Die Bremse bremste auf dem Bremsprüfstand hinten und vorne links und rechts schön gleichmässig. Ausser das sie vorne pulsierte, dass heisst die neuen Trommeln von Craddock sind doch nicht ganz rund. Den Bremstestschalter haben wir beschlossen, bauen wir der Einfachheit aus, weil sonst der MFK-Prüfer auf dessen Nicht-Funktion aufmerksam wird..... Dann hat er noch gesehen dass vorne die eine Bremsleitung gequetsch ist. Meiner Meinung nach leicht gequetscht, so dass es dessen Funktion eigentlich kaum beeinträchtigt. Na ja. Der Gummi vom Kupplungspedal meinte er dann auch noch, müsse ersetzt werden. Auf der Probefahrt bei so 60-80 km/h zitterte die Tachonadel wieder ziemlich stark. Nicht mehr so weitläufig wie beim ersten Anlauf, aber doch sehr deutlich. Als ich den Wagen in die Garage fuhr, lief der Motor wiedermal sehr unrund, was er natürlich auch sofort feststellte... Auch hat er noch festgestellt, dass der Wagen tropft. Hat die Tropfen auf meinem Hänger gesehen und sagte gleich, ach ja, der hintere Kurbelwellensimmering.... Als er auf der Probefahrt den Scheibenwischer ausprobierte, betätigte er nicht wie ich normalerweise erstmal die Wischwaschanlage sondern gleich den Wischer, folge, der Widerstand war etwas grösser als bei meinen Versuchen und ein Scheibenwischer fiel gleich vom Hebel ab...

Auch hat er noch gesehen dass ein Schlauch von der Kupplung beim Anschluss undicht ist.... Die Bremsen meinte er, habe ich zu stramm eingestellt..... Das Gaspedal stehe auch irgendwie falsch. Und na ja, ein paar Kugelgelenkmanschetten haben auch Risse welche er beanstandet hat. Auch fehlt der Bauchgurt vom Mittelsitz vorne. Und na ja, ein Blinkerglas hinten hat auch zwei kleine Risse welche er nicht gut fand.
Alles in allem recht frustrierend. Aber na ja, für ein optimales Endergebnis, muss ich wohl einfach da durch... Und na ja, das ist halt wohl der Unterschied zwischen einem Amateur und einem Profi.
Er sagte mir dann, er würde ihn wirklich nicht vergolden und wirklich nur das allernötigste für die MFK machen. Ich hab ihm gesagt, es dürfe irgendwas zwischen 800 und 2000 SFr kosten und hab ihm den Wagen dagelassen.
Vielleicht hätt ich ihn auch selbst durch die MFK gebracht, aber na ja, mein Ziel ist ja dass am Schluss der Wagen tiptop ist. Und da ist eine zweite Meinung immer viel wert.
Hab ihm noch geschrieben er solle den Gummi des Kupplungspedals nicht austauschen. Ich will den Alten dranbehalten. Gehört für mich irgendwie zur Identität des Fahrzeugs und na ja, da es nicht die Bremse sondern die Kupplung ist erscheints mir auch nicht besonders sicherheitsrelevant.
Nur was mich schon ziemlich beunruhigt ist der Motor. Vielleicht werd ich ihn noch beten die Kompression zu prüfen. Um endlich zu klären ob mein Motorenrevisor gute oder schlechte Arbeit geliefert hat.
Dieser Typ meinte zum unrunden Lauf, verbrannte Ventile. So als erste Grobdiagnose. Aber das kann eigentlich nicht sein, da ich den Zylinderkopf ja bei einer Schweizer Riesenfirma welche super Arbeit zum gigantischen Preis liefert revidieren lassen hab.