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Re: Wiederaufbaus meines Landrovers

Verfasst: So 01 Feb, 2009 11:17
von Flash
Der vierunddreissigste Tag;

Hab gestern das Getriebe wieder zusammengebaut. Und die Kupplungsglocke drangemacht.
Zuerst aus Versehen das Lagergehäuse der Hauptwelle mit Fett ins Getriebegehäuse gemacht. Dann gelesen das man da Loctite verwenden soll, also alles wieder raus und mit Loctite reingemacht. Dichtung zwischen Kupplungsglocke und Getriebe hat nicht gepasst, also hab ichs nur mit Dichtmasse zusammengemacht. Für die vier Riesenschrauben da gibts in meinem Reperaturhandbuch kein Drehmoment. Hab sie mal mit 140Nm angezogen. Denke, das passt. War echt spannend!

Eins, zwei Bilder kommen noch. Hab die Kamera grad nicht in der Nähe. Liegt entweder im Auto, oder in der Garage...

Re: Wiederaufbaus meines Landrovers

Verfasst: So 01 Feb, 2009 11:22
von 4x4 Hüsi
Klingt so, als ob es langsam Formen annimmt !
Weiter so

Re: Wiederaufbaus meines Landrovers

Verfasst: Di 03 Feb, 2009 10:30
von Flash
Der fünfunddreissigste Tag;

Hab gestern abend das Verteilergetriebe wieder ans Getriebe gemacht. Und den Schalthebel wieder zusammengesetzt. Dafür beim Schaltknauf eine neue Hülse verwendet. Und dabei ist mir dann auch ein Missgeschick passiert. Hab den Knauf auf die Stange gedrückt... ging nicht so leicht, also hab ich den Plastikhammer genommen... dabei etwas zu brutal vorgegangen und 'klong' ist der Schaltknauf in zwei Teile zersprungen. Aergerlich!! :( Schade. War schon so abgegriffen das man keinerlei Zahlen mehr lesen konnte. Liegt aber sicher auch daran das das Plastik schon 30 Jahre alt ist...
Ansonsten verlief alles reibungslos. Interessant fand ich noch den Blick von oben ins Verteilergetriebe. Wie das Ganze funktioniert....


Interessant fand ich noch den Blick von unten ins Verteilergetriebe. Wie das Ganze funktioniert....
Oben rechts bei dem grünen Teil käme ein allfälliger Nebenabtrieb rein. Das grüne Teil hat ein kleines Gleitlager drin das auf die Hauptwelle die von links aus dem Getriebe kommt draufflutscht. Was in unserem Fall nicht ganz so reibungslos passte. War etwas schräg zueinander. Hoffe das das keine negativen Konsequenzen hat.
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Die Ersatzteile:
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Glaube kaum dass ich mit diesen Massnahmen das ursprünglich angestrebte Problem gelöst habe, aber denke das jetzt schon wieder alles stimmt und das Getriebe noch lange hält. Und das ich viel dabei gelernt habe. Bin auch überzeugt davon, dass das Getriebe erst rund 90'000km oder so drauf hat..

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Was ich mich auch noch frage, ist ob ich wohl alle Schrauben genug fest angezogen habe. Beim Jeep kriegt man ja für fast jede Schraube ein entsprechendes Drehmoment. Beim Landrover für fast nichts. Muss man fast alles nach Gefühl anziehen. Ich habs soweit fertig gebracht das ich nirgends zu fest, dass heisst die Schraube ausgerissen hab. Den umgekehrten Fall wird wohl erst die Zeit zeigen.... :1_wow
Heute ist jetzt Montage angesagt...

Rückwärtsgangsicherung hab ich noch nicht eingestellt. Soll man nach Reperaturhandbuch erst machen wenn man das Verteilergetriebe angebaut hat. Ich weiss nicht, ob ichs überhaupt mache. Glaube kaum dass da grosse Korrekturen nötig sind...

Re: Wiederaufbaus meines Landrovers

Verfasst: Di 03 Feb, 2009 14:13
von Karsten
Für Motor und Getriebe hatte Stephan (von dem ich damals meinen 88er kaufte) die Anzungsdrehmomente.
Das weiß ich noch genau, weil wir dies beim Zusammenschrauben von seinem 109er (leider nie fertigrestauriert, sondern verkauft) uns an diese gehalten haben.
Entweder stand es in dem dunkelgrünen Rep Handbuch oder im dem A4 Paperback. Ist halt schon 16 Jahre her.
Leider hat er mit dem 109er auch die Bücher mitgegeben.
Trotzdem viel Erfolg beim weiteren zusammenschrauben. Vielleicht findest Du noch ein Buch mit den Daten.
Es sah so ähnlich aus wie das hier: http://images.google.de/imgres?imgurl=h ... %26hl%3Dde" onclick="window.open(this.href);return false;
nur ohne Logo und mit schwarzer Schrift
Von der Seitenzahl eher das hier: http://www.motorbooks.at/de/auto/off_ro ... ranleitung" onclick="window.open(this.href);return false;
aber nicht in A4 sondern kleiner.

Re: Wiederaufbaus meines Landrovers

Verfasst: Di 03 Feb, 2009 20:27
von Flash
Okay, interessant. Vielleicht bestell ich mir das untere mal noch bei Gelegenheit. :gruebel:

Re: Wiederaufbaus meines Landrovers

Verfasst: Di 03 Feb, 2009 20:30
von Flash
Der sechsunddreissigste Tag;

Hab heute mit einem Kollegen das Getriebe reingemacht. Ging zu zweit recht gut. Wobei wir zuerst dachten, wir könnten das Getriebe direkt auf die Gummis absetzen und vorne ranmachen. Was nicht ging. Haben dann die Traverse losgeschraubt und dann festgestellt das es wirklich nur geht, wenn man mindestens einen Getriebegummi unten losmacht. Da sie so keilförmig nach innen zeigen...

Auspuffanlage ist im Moment sehr verspannt. Denke, ich muss bei der mittleren Befestigung noch eine Schelle umdrehen und vielleicht noch die ein oder andere Schraube lösen und wieder anziehen damits sauber passt....

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Re: Wiederaufbaus meines Landrovers

Verfasst: Do 05 Feb, 2009 13:32
von Flash
Der siebenundreissigste Tag;

Hab mich gestern zuerst nochmals der Auspuffanlage angenommen. Musste den mittleren Auspuffträger massiv kürzen damit das ganze ohne Verspannung taugte. Hab nicht den Gummi gekürzt, sondern das Metallteil obendran. Jetzt liegt die gesamte Auspuffanlage wahrscheinlich eher etwas höher als original. Aber ging einfach nicht ohne Aenderung da. Liegt wohl daran, dass die Biegungen der Auspuffanlage nicht ganz exakt sind. Oder so.

Dann hab ich den Bremsausfallschalter auseinandergenommen. War ein Riesendreck da drin und er ging auch sehr schwergängig raus. Die beiden Oeldichtungen welche man ersetzen muss, waren kein Problem. Waren normale O-Ringe in Zollgrösse, dass heisst, hatte ich. Nachher hab ich dann den Bolzen eingefettet wieder reingemacht. Offiziell müsste man neue Bremsflüssigkeit nehmen. Denke aber, dass ja genau das über die Jahre versagt hat, und dass ein ganz klein wenig Fett in der Bremsanlage nicht soooo tragisch ist. Nach dem ersten Bremsflüssigkeitswechsel ists wieder draussen. Ausser da wo es nicht raus soll.
Hab ihn dann mit M5 Edelstahlschrauben und Stahl-Nietmuttern montiert. Hab dieses System das erste Mal angewendet. Zuerst dachte ich, ich könne da pumpen bis es 'knack' macht. Wie bei Popnieten. Das heisst, ich hab dann bei den ersten beiden Nietmuttern die Gewinde gleich wieder ausgerissen. Kurz nochmals ausgebohrt und dann hat es bestens geklappt. Jetzt hält der Bremsausfallschalter erdbebensicher... Was ich da noch machen muss, sind die vielen vielen kleinen Bremsleitungsbefestigungen. Diese Metallbügelchen mit den kleinen Schrauben... Freu mich nicht grad drauf. Ueberlege mir noch wie ich das mit möglichst wenig Aufwand und trotzdem gut hinbekomme.

Und zu guter letzt hab ich noch den gelben und roten Schalthebel montiert. Beim roten Schalthebel hab ich das mit der Feder bei der Kugel nicht so ganz begriffen. Wie die jetzt montiert werden soll. Im Werkstatthandbuch siehts so aus, als wäre die Kugel über dem Ring, im Teilekatalog umgekehrt. Wirklich passen in Wirklichkeit scheint gar nichts. Als ichs auseinandernahm hat die Feder ohnehin schon gefehlt. Wobei ichs jetzt natürlich richtig machen will.... Irgendjemand eine Ahnung?

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Re: Wiederaufbaus meines Landrovers

Verfasst: Do 05 Feb, 2009 14:06
von Flash
Hab mir heute noch einen neuen Batterie-Luftfilterhalter und den Schaltknauf besorgt. War bei Stolz-Rostfrei im Toggenburg und durfte mir da das Zeug gleich selber aus einem Schlachtfahrzeug ausbauen! :D Das Spenderfahrzeug:
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Hab mir ja grosse Sorgen darum gemacht, wo ich das Teil einigermassen bezahlbar herkriege...

Re: Wiederaufbaus meines Landrovers

Verfasst: Do 05 Feb, 2009 14:48
von Karsten
Die Dinger wurden damals schon in Gold aufgewogen. Darum hatte ich mir das Schweißgerät genommen und ein wenig daran herumgebruzelt.

Hast Du bei dem Schlachtlandy nach dem Schalthebel mit den roten Knauf gesehen? Da müßte man doch erkennen können in welcher Reihenfolge es zusammengeschraubt gehört.

Re: Wiederaufbaus meines Landrovers

Verfasst: Do 05 Feb, 2009 14:55
von Flash
Nein, hab ich nicht. Aber ich hab jetzt ein Foto gefunden, dass ich vor Zerlegung davon gemacht habe:
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Da sieht man, dass ich mit meiner Montage schon nicht sooo schlecht liege. Nur spielt die komische Feder da nicht ganz mit.. :-(

Na ja, werds wohl einfach nochmals versuchen.