Ein paar Worte zu Rumänien:
Rumänien ist sicher. Wir wohnen hier seit 12 Jahren und außer einer Winde ist nichts abhanden gekommen. Aber ich war extrem unvorsichtig und hatte es nicht anders verdient.
Touren kann man hier noch relativ frei fahren. Leider kommen immer mehr "Tourenorganisatoren", die sich weder einen lokalen Guide nehmen, sich nicht über die lokalen Bestimmungen informieren (können) und die natrürlich auch kein rumänisch können.
Man kann zwar noch vieles tun bei uns im Lande, was woanders mit standrechtlicher Erschießung geahndet wird aber es gibt eben doch ein paar Regeln, die man nur kennen kann, wenn man den Bezug und Kontakt zu den lokalen Behörden pflegt und dort bekannt ist.
Wer zum Beispiel bei uns bucht oder sich auch nur beraten lässt bei seinen Touren, auch im Hochgebirge bis 2400m, kann sicher sein, das die GPS Daten stimmen und nicht unterwegs auf wild mit Jagdwaffen fuchtelnde Jäger trifft, denn auch die gibt es hier.
Selbst wenn das einmal geschehen sollte, sind rumänische Sprachkenntnisse oder ein örtlicher Guide soetwas wie eine Wunderwaffe, die Abneigung in Sympathie und Wegsperren in Wegweiser umwandelt.
Mit einem Guide , der die lokalen Gegebenheiten wirklich kennt, findet man nicht nur die schönsten Stellen, sondern auch die anspruchsvollsten bei Bedarf und immer auch einen Ausweg, falls es einmal zu schwer werden sollte. Ein einheimischer Guide kennt ebenfalls die nächsten Werkstätten, den schnellsten Weg zum nächsten Arzt oder auch nur eine Telefonnummer die man in der Not auch privat und nachts erreichen kann und wo man Hilfe bekommt.
Nur ein einheimischer Guide ist in der Lage im Krisenfall auf dem schnellsten Weg einen Arzt herbei zu schaffen oder sogar einen Rettungshubschrauber. Denn auch das gibt es in Rumänien, entgegen allen Märchen, die oft auch in Foren verbreitet werden. Tatsächlich gibt es hier auch gute Ärzte und man wird nicht wegen einem Beinbruch notgeschlachtet
Ich empfehle auch jedem der ausländischen Reiseveranstalter sich eine Kontaktperson für jedes bereiste Gebiet zu beschaffen oder einen lokalen Guide für kleines Geld anzuheuern. Auf diese Weise fahrt man auch nicht sinnlos durch die Gegend und verpasst die schönsten Ecken, was unterm Strich die Kunden für die Folgetour anlocken könnte.
Oft begegnen wir sogenannten "Profitourern" mitten im Wald die orientierungslos an interessanten Dingen vorbeifahren und sich dann wundern, was man noch hätte alles sehen und machen können mit etwas mehr Sorgfalt bei der Planung.
Hier noch ein Bild von einer Jagdgesellschaft die wir vor ein paar Jahren mal "gestört" haben

Wie man sieht, geht es auch miteinander...und man bekommt dann auch noch einen leckeren Braten dazu!
