Anfang 2004 habe ich mich dann an die Planung gemacht und eine 7-Tage-Etappen-Tour ausgearbeitet. Startpunkt der Tour sollte Salbertrand (Italien) sein. Wir haben uns aber schon einen Tag vorher in der Schweiz am Genfer See getroffen und kennen gelernt. Im strömenden Regen übernachteten wir auf einem Sportflugplatz und sind am nächsten Morgen von dort aus nach Salbertrand gefahren. Ab hier begann das Abenteuer...
1. Tag: von Salbertrand nach M. Jafferau (2785 m)
Dieser Tourabschnitt begann mit einer holprigen Schotterstraße. Nach ca. 2,5 km hatten wir leider schon den ersten schweren Verlust zu beklagen, denn Lothar, der mit seinem Grand Cheerokee da war, hat sich an einer Senke festgefahren und sich dabei die linke Frontachse gebrochen, so dass wir ihn nur mit allergrößter Anstrengung mit zwei Fahrzeugen wieder herausziehen mussten.
Für ihn war von dem Tag an mit der Tour leider schon Schluss. Er fuhr zurück zum Campingplatz. Wir fuhren weiter durch einen wunderschönen langezogenen Tunnel, durch Täler, an alten Festungen vorbei. Oben auf einem Plateau sind wir noch 2 Stunden Offroad gefahren und haben dann an einer alten Festung aus dem 1. Weltkrieg 600hm tiefer übernachten. Wir waren von den Eindrücken total überwältigt.
2. Tag: von Bardonecchia nach Sommeiller (höchstbefahrbarer Berg in Europa, 2993 m)
Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir uns unten im Tal mit Lothar und Reifen-Ralf getroffen (Lothar hat sein kaputtes Auto auf dem Campingplatz stehen lassen) und sind gemeinsam nach Bardonecchia zum Ausgangspunkt der zweiten Tour gefahren. Die Tour fing ganz harmlos wieder mit Schotterpiste an, entpuppte sich aber im Verlauf als mittelschwere Offroadstrecke (Fiat Panda 4x4 überholte uns!). Am Gipfel angekommen ein atemberaubender Blick auf den Gletscher wie auf den Gletschersee. Hier hielten wir uns 2 Stunden auf (siehe Bilder). Außentemperatur 5 Grad. Übernachtet haben wir aber nur auf einer Höhe von ca. 800 m <n einem Fluss in einer idyllischen Felsenschlucht mit Lagerfeuer und allem drum und dran.
3. Tag: von Susa nach Fenestrelle
Morgens wie immer gut gefrühstückt und zu neuen Schandtaten bereit. Innerlich dachte ich, dass man die Tour jetzt nicht mehr toppen kann, aber ich wurde eines besseren belehrt. Wir sind wieder durch grandiose Bergtäler und ´über atemberaubende alte Militärstrecken gefahren. Wir konnten sogar auf 2500 m in einem Skigebiet offroaden bis zum Exzess. Das einzige Manko in dieser Höhe war die Kälte und der Wind.
Andreas

