Also Zorro, da du explizit nach Meinungen gefragt hast:
Ich find's optisch ziemlich übel. Handwerklich zwar ganz ordentlich gelöst, aber vom gestalterischen Standpunkt: Thema verfehlt.
1. weil der Defender, der ja zu Recht als der legitime Nachfolger des Ur-Land Rover gilt, vom Design her kein Auto ist das Verbreiterungen verträgt bzw. bei dem Verbreiterungen Bestandteil der Form sind, so wie z.B. beim GR Patrol. Die original Verbreiterungen kann man unter diesem Aspekt noch gerade so durchgehen lassen, aber mehr als die darfs nicht sein.
2. Auch wenn metallische Oberflächen so ein bisschen bei deinem Defender das Leitthema ist, schiesst du seit einiger Zeit über das Ziel hinaus. Vor allem weil du wild zwischen Alu, verzinkt und Edelstahl mischst. Diese Materialien haben sehr unterschiedliche Silbertöne, vor allem das VA geht ja oft eher in ein warmes Silber, während verzinkt eher bläulich ist. Gut zu sehen ist das auf diesem Bild:
Daher sollte man versuchen, nach Möglichkeit zum Lackton und dem Schwarz von Reifen, Fenstergummis etc wenn überhaupt dann nur einen Metallton zu nehmen, in deinem Fall wäre das konsequenterweise verzinktm mit allen Nachteilen die diese Oberfläche hat.
Bei meinem Disco hab ich versucht nur mit schwarz zum weiss zu arbeiten, das lässt sich aber nur schwer durchhalten. Das Rollenseilfenster gibt's eben nur verzinkt, und die Haubenhalter sind nun mal VA. Die Felgen wollte ich immer schon in Wagenfarbe lackieren, hat damals leider zeitlich nicht hingehauen, und jetzt sind sie eben drauf. Aber die werden noch Davos-Weiss.
3. Die bereits angesprochenen praktischen Erwägungen. Die original Verbreiterung ist ja flexibel und steckt was weg. Bleibst du mit dem Blech wo hängen drückt es dir den Kotflügel rein.
Aber egal, bezogen auf Architektur sag ich immer: wenn man was gebaut hat und es gefällt ausnahmslos allen, dann hat man was verkehrt gemacht.